Xaos Oblivion – Nature’s Ancient Wisdom | 2012 | Obscure Abhorrence | CD | Black Metal

XAOS OBLIVION ist das Soloprojekt des gleichnamigen, polnischen Musikers, welcher zuvor im Untergrund als Sänger von PERDITION (heute als BLAZE OF PERDITION bekannt) mitmischte. Nature’s Ancient Wisdom ist das zweite Album von XAOS OBLIVION, zuvor erschienen allerdings drei Demos unter dem Namen OBLIVION.

Musikalisch bekommt man von XAOS OBLIVION ruhig gespielten und langsamen, stets etwas düster inszenierten Black Metal. Es handelt sich hierbei zwar nicht um Doom, doch gehen die langsamen, gitarrenbetonten Lieder atmosphärisch durchaus in eine doomige Richtung. Auch wenn schnelle Parts selten sind, gibt es viele Tempovariationen, die dem Album eine rhythmische Vielfalt bescheren. Wichtiger als das Schlagwerk sind bei XAOS OBLIVION jedoch die Gitarren, die zahlreiche, dezente Harmonien erzeugen. Diese sind drückend und dunkel und kommen gerade in den langsamen Passagen sehr gut zur Geltung. Zu dieser insgesamt ruhigen Spielweise passt dann auch der unaufgeregte, nur leicht verzerrte Gesang. Auch wenn es rhythmische und melodische Veränderungen gibt, können die drei langen Lieder etwas langatmig wirken. Dies liegt am Verzicht auf Besonderheiten. Es gibt auf dem Album keine Höhepunkte, obgleich die Umsetzung gut und gelungen ist. Atmosphärisch und stimmungstechnisch fließt das Album quasi sehr gleichförmig dahin. Da ist dann in Ginnungagap die kurze Klargesangspassage mit dezenter Keyboardbegleitung regelrecht aufregend. Ginnungagap ist zudem das beste Lied des Albums, eben weil es hier das höchste Maß an Abwechslung gibt. Die atmosphärische Keyboardpassage ist schön stimmungsvoll und wird durch eine eingängig schnelle Passage mit feinen Riffs abgelöst.

Nature’s Ancient Wisdom ist ein ruhiges und unaufgeregtes Album, das handwerklich gut gemacht ist und eine Menge guter Gitarrenmelodien beinhaltet. Mir persönlich ist es auf die Dauer allerdings etwas zu ruhig und unaufgeregt, etwas mehr Vielfalt und Gegensätzlichkeit wie in Ginnungagap hätte dem Album gut getan. Wer aber langsamen und gitarrenbetonten Black Metal mit leicht düsterem Doombeigeschmack mag, kann das Album gerne probieren.

01. Drowning
02. Serpent rites
03. Ginnungagap
04. Runeforest
05. Song of the moon

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