Wyrd – Wrath & Revenge (Demos 1998 – 2001) | 2004 | Solistitium Records | CD | Black Metal

Nach dem uns Wyrd inzwischen vier Alben geschenkt haben, gibt es nun über das norddeutsche Label Solistitium Records eine Zusammenstellung zweier Demoveröffentlichungen (Unchained heathen wrath und Of revenge and bloodstained swords) sowie dem 2000er Promo Songs of northern gale. Wrath & revenge bietet einen interessanten und guten Überblick über die Entwicklung und Schaffenszeit von Wyrd. Da die zwölf Titel in chronologischer Reihenfolge angeordnet sind, fällt es dem Hörer nicht schwer, die musikalische Entwicklung zu verfolgen.

Die ersten sieben Titel stammen vom ersten Wyrd-Demo Unchained heathen wrath. Sie sind noch viel rauer, schneller und teilweise recht brutal im Gegensatz zu den späteren Alben – was ziemlich an Hellkult erinnert. Dennoch ist die typische musikalische Linie deutlich erkennbar, Narqath setzt klare Gesänge ein und die sanften und teilweise verspielt wirkenden Gitarrenmelodien prägen das Klangbild der ruhigeren Stücke. Unchained heathen wrath ist sehr abwechslungsreich, da sich die harschen und aggressiven Stücke mit den längern und gefühlsbetonten abwechseln und eine neue alte Seite von Wyrd zeigen.

Die Lieder Gods of the storm und Song of the northern gale befanden sich ursprünglich auf dem Promo und deuten den eingeschlagenen Weg Wyrds an. Insbesondere Song of the northern gale ist ein längeres Stück, das andächtig und tragend wirkt und hervorragend zu den ersten beiden Alben Heathen und Huldrafolk passt. Genau so auch die beiden überlangen Titel Season of grief und Oath of revenge, die diese wunderbare Stimmung der ersten beiden Alben in sich tragen. Klanglich wie auch spieltechnisch und von der Liedgestaltung her, zeigen Wyrd bereits dort ihre Klasse. Es ist beinahe schade das diese Lieder so in der Form später auf keinem der Alben in Erscheinung getreten sind. Sicherlich sind verschiedene Aspekte und Ideen bei Heathen und später auch Huldrafolk eingeflossen; das läßt sich heraushören, doch gibt es die Lieder so nur auf den Demos und jetzt auf Wrath & revenge.

Die Leute streiten gerne über den Sinn und Unsinn von Neuauflagen von Demoaufnahmen und deren Zusammenstellungen auf CDs. Doch ist es im Falle von Wyrd mehr als angebracht. Denn auf Wrath & revenge sind die Aufnahmen enthalten, die es auf den Alben nicht gibt und von daher ist es neues und ergänzendes Material das jedem der Wyrd mag, mehr als nur gefallen wird. Zum Abschluß gibt es mir Promise ein ganz neues Lied, das 2002 eigens für Wrath & revenge aufgenommen worden ist. Es ist ein sehr ruhiges Stück das aus eine akustischen Gitarre und einem flüsternden Sprechen besteht, sozusagen ein stimmungsträchtiges Outro.

01. Ravenhill
02. Unchained
03. Hel
04. Revenge of the pagan hordes
05. The old warrior
06. Wotan’s heir
07. Wyrd
08. Gods of the storm
09. Song of the northern gale
10. Season of grief
11. Oath of revenge
12. Promise

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