Von – Dark Gods: Seven Billion Slaves | 2013 | Von Records | CD | Black Metal

 

Vor erst einem halben Jahr ist das erste offizielle Album von VON erschienen. Streng genommen handelte es sich bei Satanic Blood um komplett neu eingespieltes, altes Material. Nun steht mit Dark Gods: Seven Billion Slaves das zweite Album in den Startlöchern, welches zudem den Auftakt der Trilogie „Dark Gods“ darstellt.

Es war ja schon auf Satanic Blood deutlich hör- und spürbar, dass sich VON heutzutage nicht mehr anhören und anfühlen, wie einst auf der 1992 erschienen Demo. Dies setzt sich nun mit Seven Billion Slaves fort. Auf Seven Billion Slaves kombinieren VON den alten, überaus simplen Liedaufbau, der sich aus einfacher, schneller und sich wiederholender Geradlinigkeit speiste, mit neuen, schleppenden Elementen. Dies bekommt man vor allem während der ersten 20 Minuten des Albums zu spüren, in denen VON vornehmlich langsam, schleppend, zum Teil regelrecht monoton und doomig aufspielen. Da verwundert es auch nicht, dass in Ancient Flesh Of The Dark Gods COFFINWORM mitwirken. Das erste Lied im alten Stile ist dann erst Dark Gods, in dem schräg klingende Riffs und einfaches, schnelles Tempo die Marschroute vorgeben. Hier klingen VON aber bei weitem nicht so bissig und aggressiv wie einst, aggressiver wird es dann mit Monster!, das über weite Strecken extrem stampfend, lärmend und minimalistisch ist. Hier ist die alte Atmosphäre spürbar, auch wenn der Klang und Gesang gänzlich anders als auf der Demo sind. Es gibt sie also schon, die Momente, die an die alten Demostücke erinnern, mit der selben minimalistischen, überaus simplen Konsequenz, nur wirken sie heutzutage nicht mehr so wie einst. Die Riffs sind zwar nach wie vor überschaubar und der tiefe Gesang klingt tatsächlich böse und unheilvoll, doch sind die Lieder vorwiegend rund sechs Minuten lang, was die Effektivität schmälert.

Seven Billion Slaves ist sehr wohl extremer, negativer und verstörender Black Metal, der sehr viel Heftigkeit und rohen Minimalismus enthält und zudem teilweise auch alte Lieder aufgreift. Aber es stellt sich bei mir zu keinem Zeitpunkt auch nur ein annähernd ähnliches Gefühl ein, wie bei der Demo. Auch wenn VON versuchen an der Demo und dem damals dargebotenem Stil anzuknüpfen, gelingt dies nur teilweise. Für meine Wahrnehmung sind die Lieder viel zu lang geraten, sodass die eingängige Schnelligkeit und die lärmende Monotonie irgendwann anfängt anstrengend und nervend zu werden. Da waren die kurzen und bissigen Stücke früher wesentlich effektiver. Auf der Seite von VON kann man in das Album rein hören und sich selbst ein Bild hiervon machen. Enttäuscht bin ich nicht, ich hatte etwas derartiges erwartet, aber wirklich ansprechen tut mich Seven Billion Slaves auch nicht, dazu fehlt mir etwas Besonderes, Spezielles. Einfach nur krank, düster und extrem zu sein, reicht mir in diesem Falle nicht.

01. They have come
02. Ancient flesh of the dark gods
03. Hands of black death
04. Dark gods
05. Monster!
06. RawRot
07. DevilWhore
08. Ugly sad
09. IAmInHuman
10. Black Eyes

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