VI – De Praestigiis Angelorum

VI - De Praestigiis Angelorum

VI - De Praestigiis AngelorumAcht Jahre nach der EP „De Praestigiis Daemonum“ legen VI nun mit dem Debütalbum nach. Federführend sind INRVI (Gitarre, Gesang) sowie BST (Bass), die unter anderem auch mit AOSOTH und ANTAEUS unterwegs sind bzw. waren. Komplettiert wird das Trio am Schlagzeug von Blastum, der aktuell auch bei MERRIMACK die Felle malträtiert. Wenn man die Verquickung der drei Musiker in der französischen Szene betrachtet, wird man schon eine ungefähre Ahnung davon haben, was einem auf „De Praestigiis Angelorum“ erwartet.

VI spielen vornehmlich schnellen Black Metal der giftige und technische Riffs in dem Mittelpunkt stellt. Die Harmonien sind oftmals dunkelharmonisch und gelegentlich dissonant und unharmonisch. VI wollen auf keinen Fall nett oder atmosphärisch im Sinne moderner Tendenzen sein. Die Drei setzen alles daran bösen, unheilvollen und finsteren Black Metal zu spielen. Dies gelingt ihnen auch sehr gut und gegenüber der EP ist auch eine Steigerung zu verzeichnen.

VI wissen was sie tun. Alle drei Musiker haben viel Erfahrung und sind mit ihren Bands sehr erfolgreich . Dies wirkt sich auch auf „De Praestigiis Angelorum“ aus. Das Album reiht sich perfekt in die illustre Riege von Gruppen wie AOSOTH, ANTAEUS und FUNERAL MIST ein.

Ich konnte mit diesen Bands nie etwas anfangen und auch VI schaffen es nicht mich zu infizieren. Mir sind Atmosphäre und Klang zu steril und auch stilistisch finde ich keinen Zugang. Das Album ist handwerklich gut gemacht, es gibt Härte und Schnelligkeit ebenso wie rhythmische und harmonische Variation, dennoch empfinde ich Gruppen wie VI und auch die oben genannten als zu glatt, technisch, abstrakt, professionell und abgeklärt. Es ist diffus, zumal es im Detail großartige Arrangements auf „De Praestigiis Angelorum“ gibt. Nur reichen mir die einzelnen gut gemachten Schnipsel nicht, um mich vom gesamten Album fesseln zu lassen.

Allerdings gibt ihnen der Erfolg offenkundig Recht und wer die hier erwähnten Querverweise mag, der wird auch VI mit ihrem Debütalbum ganz sicher ebenfalls mögen.

VI – De Praestigiis Angelorum
Vinyl / CD / Digital | Black Metal
2015 | Agonia Records

1. Et in pulverem mortis deduxisti me.
2. Par le jugement causé par ses poisons.
3. La terre ne cessera de se consumer.
4. Regarde tes cadavres car il ne te permettra pas qu’on les enterre.
5. Une place parmi les morts.
6. Voilà l’homme qui ne te prenait pas comme Seigneur.
7. Il est trop tard pour rendre gloire. Ainsi la lumière sere changée en ombre de la mort.
8. Plus aucun membre ne sera rendu.

https://www.facebook.com/VIthdevotion/
http://agoniarecords.com/
https://agoniarecords.bandcamp.com/

Schreibe einen Kommentar