Thyruz – Northern Blasphemy | 2007 | Twilight | CD | Black Metal

Thyruz aus Norwegen existiert bereits seit 1999 und hat bisher fünf Demos herausgebracht. Mit Northern blasphemy steht nun das Debütalbum in den Startlöchern, welches am 8. Juni das Licht der Welt erblicken wird.

Northern blasphemy ist in seinen Grundzügen schnell beschrieben: schneller und kalter Black Metal der böse rüberkommen soll. So geht es mit dem Geballer auch prompt nach dem Abklingen des Intros los. Gautatyrs vrede beginnt also in einem enorm zügigen Tempo. Das Schlagzeug wird teilweise heftig malträtiert, geht aber leider etwas unter, da der Gesang sehr laut abgemischt wurde und oft die Instrumente zu sehr überlagert. Dadurch erhält der Gesang einen (zu) hohen Stellenwert, was für mich der Knackpunkt von Northern blasphemy ist.

Thyruz entwickelt in seinen Liedern nämlich manchmal ein enormes Potential an Aggression und Schlagkraft, doch kommt dieses Potential zu selten angemessen zur Geltung, da das entfesselte Spiel an den Instrumenten gegenüber dem stark verzerrten Hassgesang zurückstecken muss. Dies geschieht vor allem während der Strophen, die von eingängiger und schneller Statur sind. Geht es langsamer und gemäßigter zu, hebt sich dieser Zustand der gesanglichen Vorherrschaft auf und die Instrumente rücken in den Vordergrund.

Neben dem Gesang ist die Gitarrenarbeit ein markantes Merkmal von Thyruz. Da der Rhythmus überwiegend schnell und entfesselt ist, werden natürlich auch die Gitarren dementsprechend schnell gespielt. Doch werden sie überraschend abwechslungsreich und vielfältig bedient. Begleitend zur brachialen Geschwindigkeit geben sie schnelle, kalte Melodiebögen zum Besten. Vereinzelt werden die Gitarren aber auch betont harmonisch gespielt und verleihen der schnellen und energischen Musik dann dunkle Momente.

Northern blasphemy ist ein recht kompaktes Werk in dem kein einzelnes Lied besonders hervorsticht. Die Lieder klingen alle recht ähnlich, obwohl Thyruz sehr wohl darum bemüht war, Abwechslung ins Songwriting einfließen zu lassen. Dies merkt man daran, dass die Gitarrenarbeit in jedem Lied sehr lebendig und vielschichtig ausgefallen ist. So entsteht trotz der hohen und fortwährenden Geschwindigkeit nur selten wirkliche Eingängigkeit.

Northern blashphemy vermag mich nicht so recht zu überzeugen, es wirkt so, als war Thyruz etwas zu ambitioniert und wollte um jeden Preis ein überwältigend brutales Werk schaffen. Extrem und heftig ist es in jedem Fall. Doch etabliert sich zu selten eine Atmosphäre die durch das Album geleitet.

01. Intro
02. Gautatyrs vrede
03. Tyrannical human interface
03. Martyrenes rike
04. Perfect genetic blend
05. Speach by Hedin Varf
06. Dark vision arising
07. Death valley terminus
08. Show no mercy
09. Braattsjøers slag
10. Furious chaos
11. Bleacher creatures
12. The end

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