The Stone – Nekroza | 2014 | Folter Records | CD / Vinyl | Black Metal

Mit dem letzten, bereits 2011 veröffentlichten Album „Golet“, konnten mich die Serben von THE STONE leider nicht vollständig überzeugen. „Golet“ war mir zu technisch und komplex. Schlecht war es deshalb nicht unbedingt, nur etwas zu anspruchsvoll und weich für meinen Geschmack.

Doch anspruchsvoll und abwechslungsreich waren auch die älteren Alben „Umro“ und „Magla“, obgleich roher und ungeschliffener. Auf „Nekroza“ setzen THE STONE ihren Weg fort und präsentieren ein vielschichtiges siebtes Werk, das Härte mit immenser Vielfalt und einer gelegentlichen osteuropäischen Atmosphäre verbindet. Die Lieder sind allesamt komplex komponiert worden und wurden einwandfrei arrangiert. Es macht einfach Spaß den Serben bei ihrem Spiel zuzuhören. „Nekroza“ erklingt kraftvoll, tosend und bebend. Die harten und schnellen Passagen versprühen eine rohe und aggressive Atmosphäre, während die weniger harten Parts durch gute und interessante Riffs oder Breaks überzeugen.

„Nekroza“ ist zwar überaus vielseitig und neben der bedingungslosen Härte gibt es auch unzählige atmosphärische sowie melodische Elemente, doch diesmal gefällt mir diese Komplexität und Vielfalt besser, als noch zuletzt bei „Golet“. Trotz der detailverliebten Arrangements ist „Nekroza“ ein treibendes und hartes, ein energiegeladenes und kraftvolles Album. Da stören auch die kurzweilig eingestreuten, klassischen Heavy-Metal-Soli nicht. Im Gegenteil, sie stellen einen tollen Kontrast zum tosenden und grimmigen Black Metal dar und werten den positiven Gesamteindruck wunderbar auf. Gegenüber „Golet“ sind die Lieder etwas kürzer ausgefallen – wobei sie mit einer mittleren Länge von fünfeinhalb Minuten auch nicht gerade kurz gerieten – was ich gut und richtig empfinde. Denn so wirkt das Album stimmiger und flüssiger. Außerdem ist „Nekroza“ ob aller Vielfalt und Komplexität insgesamt schneller als sein Vorgänger ausgefallen.

THE STONE präsentieren sich auf ihrem siebten Album in Höchstform. „Nekroza“ ist das bisher beste Album der Serben. Wirklich schlecht waren sie ohnehin noch nie, doch diesmal ist es ihnen hervorragend gelungen, sowohl kraftvoll und hart als auch facettenreich und melodisch aufzuspielen. Die spielerische Leistung ist großartig. Sowohl an den Gitarren als auch am Schlagzeug gibt es unglaublich viel zu hören und entdecken.

1. Kamenolom
2. Košmar
3. Crno Zrno
4. Dani Crni
5. Lov Na Veštice
6. Sunovrat
7. Nekroza
8. Mrak
9. Pesimizam
10. Predgroblie

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