The Devil’s Blood – The Graveyard Shuffle | 2008 | Ván Records | Vinyl | Psychedelic Rock

Am 17. April wird Ván diese 7“ EP veröffentlichen, die mich, als ich das erste Mal reinhörte, extrem überraschte, da der musikalische Inhalt so gar nicht zum bisherigen Portfolio von Ván zu passen scheint. Ich hatte zwar keine so genaue Vorstellung davon, was ich von The graveyard shuffle zu erwarten hatte. Vielleicht dreckig und rau gespielten Thrash Metal, dachte ich. Doch mit „Occult Rock“ hatte ich nun überhaupt nicht gerechnet.

Die zwei Lieder der EP sind extrem ruhige Gitarrenmusik, mit einem überaus hellen und klaren Gesang, der mir erstmal den Atem stocken ließ. Nicht, weil ich ihn so grottenschlecht fand, sondern weil ich solche klaren, hohen und unverzerrten Gesänge noch nie ausstehen konnte. Aus diesem Grund habe ich wohl auch viele Klassiker des Heavy Metals verpasst, aber das ist ein ganz anderes Thema.

Im Falle von The Devil’s Blood ist dieser Gesang für mich jedenfalls sehr gewöhnungsbedürftig, weshalb ich ihn erstmal außen vor lasse. Denn die Musik weiß nämlich dennoch zu gefallen. Schön ruhiger Gitarren Rock mit tollen Melodien und Harmonien, die mich vielleicht ein wenig an The Doors und andere – zum Teil sehr bekannte Gruppen der früheren Jahrzehnte – erinnern. Jedenfalls ist die Atmosphäre, die The Devil’s Blood erzeugt, für mich etwas, dass ich in früheren Jahrzehnten wie die 70iger oder 80iger vermuten würde.

Wie gesagt, die Musik ist gut und gefällt mir. Und in A waxing moon over Babylon ist der Gesang glücklicherweise auch nicht ganz so hoch, wie im Titellied The graveyard shuffle. Von daher ist The graveyard shuffle sicherlich eine interessante Veröffentlichung im Bereich des okkulten / psychedelischen Gitarren Rocks. Mir würde das Ganze vermutlich aber noch (viel) besser gefallen, wenn die EP ein reines Instrumentalwerk wäre, aber das liegt halt an meiner ganz persönlichen Abneigung gegenüber klarem und hohem Gesang.

01. The graveyard shuffle
02. A waxing moon over Babylon

Schreibe einen Kommentar