Source Of Deep Shadows – Fading Emptiness | 2011 | Redrum666 | CD | Doom Metal

Source of Deep Shadows ist ein polnisches Trio welches 2004 gegründet wurde und vor wenigen Tagen mit Fading Emptiness das zweite Album veröffentlicht hat. Death Doom Metal mit einer Prise Funeral Doom auf 40 Minuten verteilt bekommt der geneigte Hörer hier geboten. Die Strukturen der Lieder sind abwechslungsreich. Das erste Lied nach dem Intro verläuft schwer, schleppend und dabei atmosphärisch mit punktueller Keyboarduntermalung. Im direkt folgenden Dark Escape geht es allerdings weitaus ruppiger zu. Phasenweise gibt es hier roh klingende, schnell gespielte Parts mit ordentlicher Brachialgewalt zu hören. Schnelligkeit gibt es auch in Primordial Fears, aber nicht nur, sogar ein flottes Soli wurde nicht ausgespart. Die schnellen Schübe gefallen gut, da sie klanglich als auch spielerisch relativ rau sind und somit einen angenehmen Kontrast zu den atmosphärischen Doom Passagen darstellen. Die Saiteninstrumente werden von Source of Deep Shadows grundsätzlich vielfältig und vordergründig gespielt. Minutenlange Monotonie mit zähen Riffs gibt es auf Fading Emptiness selten und nicht exzessiv, dazu ist der Anteil des Death / Dooms zu hoch. Bleierne Grabesstimmung, die mich in ihrer Atmosphäre und Tiefe ein wenig an Evoken oder auch Faal erinnert, gibt es aber dennoch.

Fading Emptiness ist ein ansprechendes Album, das sich nicht auf eine einzige Richtung festlegt. Riffbetonter Death / Doom wechselt sich mit dunkelatmosphärischen und schweren Funeral Doom Arrangements ab. Gerade die roheren Stücke, die etwas von Sols I Am Infinity haben, gefallen mir. Source of Deep Shadows hat zwar noch nicht das hohe Niveau der genannten Bands, tendiert aber klar in diese Richtung und besitzt interessante, eigenständige Ideen. Wer etwas mit jenen Gruppen anzufangen weiß, wird sich über Fading Emptiness sicherlich freuen.

7/10
Aceust

01. Intro
02. Fading desolation
03. Dark escape
04. Primordial fears
05. Endless cold
06. Crystal cage (Part I)
07. Crystal cage (Part II)
08. Only dust

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