Riddle Of Meander – End Of All Life And Creation | 2006 | Varjot Productions | Kassette | Black Metal

End of all life and creation ist das Debütalbum von Riddle of Meander, einer griechischen Gruppe, die in bester blasphemischer Manier, hellenischen Black Metal der zweiten Generation spielt. Die bekanntesten Vertreter dieser Generation sind Naer Mataron und Order of the Ebon Hand aber auch Macabre Omen und Nocternity, die mittlerweile beide ins epische Fach eingeschwenkt sind.

Somit ist angedeutet, wohin die stilistische Reise geht, denn was Riddle of Meander auf ihrem Debütalbum bieten, ist allerfeinster Black Metal, wie ihn Naer Mataron auf den ersten beiden Alben „Up from the ashes“ und „Skotos aenaon“ zelebriert haben und Order of the Ebon Hand noch immer tun. Es tut gut, zu wissen, dass es nun eine weitere Band gibt, die diese großartige Spielart am Leben erhält, nachdem das letzte Naer Mataron Album ein glatter Reinfall war.

So geht es mit dem Anfangsstück Immortal hate sofort zünftig los. Rhythmisch ist es dezidiert antreibend und geradeaus, schnell zwar, aber nicht heftig. Das Mitreißende und Brachiale wird vielmehr aus dem superben Gesang, den sengenden Riffs sowie den eisigen Melodien bezogen. Überhaupt ist die Musik von Riddle of Meander sehr gitarrenbezogen, es ist das Instrument, welches gemeinsam mit dem Gesang, den antreibenden Spielfluss akzentuiert. Das Schlagzeug kommt jedoch auch nicht zu kurz, seine Spielweise ist zumeist zwar von einfacherer Natur, und somit aufs wesentliche beschränkt, doch dafür ist sein Klang natürlichwarm und schön druckvoll.
Es gibt kein Lied auf End of all life and creation, welches besonders herausragt. Alle zehn Titel überzeugen und beglücken auf einem konstant hohen Niveau. Das Material ist dabei aber durchaus abwechslungsreich gestaltet, es gibt harte schnelle Passagen, ruhigere und harmonische Momente sowie mittelschnelle Arrangements, in denen zuweilen das Bassspiel schön klar und deutlich zu hören ist. Der Grundton von Riddle of Meander ist trotz dieser verschiedenen Elemente, ein antreibender und aggressiver. Es ist ein rundum absolut überzeugendes Album, in dem die Stimmungen, zwischen eisigem Hass, lebendiger Zerstörungswut und stellenweise auch Melancholie hin und her pendeln.

Es stört mich an der Kassette einzig und allein, dass die A-Seite der Kassette nach 30 Minuten, mitten im Lied When the fog veils… endet und nach dem Umdrehen, auf der B-Seite einfach an anderer Stelle weitergeht. Dadurch gehen einige Sekunden verloren und auch das Hörgefühl ist erstmal hin. Das ist ärgerlich und auch verwunderlich, da die Gestaltung der Kassette und des Covers sehr professionell und ansprechend ist. Bei solcher Sorgfalt fürs Detail dürfte so ein Fauxpas eigentlich nicht passieren. Neben dem Kassetten-Album, welches auf 499 Stück limitiert ist, gibt es auch eine CD-Version, die über Excesor Christianorum Records erschienen ist.

Dieses Missgeschick ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass End of all life and creation eine großartige Veröffentlichung ist, und Riddle of Meander damit durchaus ein Geheimtipp werden könnten.

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