Rebirth Of Nefast – Only Death | 2006 | Debemur Morti Productions | Kassette | Black Metal

Über Rebirth of Nefast ist mir nichts weiter bekannt, als dass sich auf dieser Demo-Kassette drei lange Lieder befinden. Der Titel Only death spiegelt den musikalischen Charakter ganz gut wider. Denn Rebirth of Nefast spielt sehr abgründigen und dunklen Black Metal.

Dies wird auch sofort mit den ersten Sekunden von Wrapped in the earth deutlich. Es ist eine düstere atmosphärische Einleitung zu hören, in der obskure Geräusche und ein ruhiger sowie sonorer, einstimmiger Chorgesang eine unheilvolle Atmosphäre schaffen. Nach genau zweieinhalb Minuten wird diese Einleitung vom eigentlichen Lied abgelöst, das stampfend schnell beginnt und von arg verzerrtem und qualvollem Gesang begleitet wird. Im Hintergrund sind währenddessen vereinzelt sehr leise atmosphärische Klänge bzw. Geräusche zu hören, die die abgründige, todesnahe Atmosphäre unterstreichen. Im weiteren Verlauf gibt es in Wrapped in the earth auch schleppende und zum teil auch klare, harmonische Passagen zu hören. Diese werden jedoch immer wieder vom schnellen, stampfenden Spiel abgelöst.

Ebenfalls ruhig, in einer eingängig schleppenden und hypnotisierenden Art und Weise, beginnt Flaming the inner sanctum. Es folgt darauf ein langer schneller Part, mit eingängig aber peitschend gespieltem Schlagzeug und einem wirklich gut klingenden Gesang, der leidvoll und verstörend aber dennoch bestimmt ist. Interessant dabei ist, dass der Gesang, anders als der schnelle Rhythmus, ruhig und langgezogen ist. In den letzten Minuten ist Flaming the inner sanctum dann aber schleppend strukturiert, dabei mal ruhiger oder kraftvoller und mit guten, teils ziemlich düsteren Riffs unterlegt.
Ähnlich wie im ersten Titel, wechseln sich auch im abschließenden That deathly aura eingängig schnelle Passagen mit schleppenden Parts ab. Die Schnelligkeit ist atmosphärisch ebenso düster, wie die ruhigeren Abschnitte, da der variantenreich gestaltete Gesang in Kombination mit dem schnellen, eingängigen und zuweilen superben Riffing á la Tenebrae in Perpetuum, sehr düstere und kalte Momente erschafft.

Auf über 32 Minuten und drei Lieder verteilt, versprüht Rebirth of Nefast sehr düstere Stimmungen, die zwischen eisiger Kälte und obskuren Momenten schwanken. Da es einen hohen Anteil an schnellen Parts gibt, kann man auch nicht von melancholischem Black Metal im klassischen Sinne sprechen, obwohl der gut inszenierte Gesang in seinen unterschiedlichen Facetten dieser Stilistik durchaus nahe kommt. Only death ist jedenfalls ansprechendes und eigenständiges Material, das nicht nur mir gefallen dürfte.

01. Wrapped in the earth
02. Flaming the inner sanctum
03. That deathly aura

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