Permafrost – Devil Worship | 2013 | SFH Records / Darker Than Black | CD | Black Metal

PERMAFROST präsentieren sich auf dem dritten Album brutal und vernichtend wie eh und je, zumal man mit Devil Worship dort weitermacht, wo die überaus gelungene MCD Porcus Christus endete. Vielleicht sogar noch eine Schippe radikaler. Für die Anhänger PERMAFROSTS gibt’s also neues Futter, welches man bedenkenlos kaufen kann.

Devil Worship ist ein aggressives und garstiges Album auf dem PERMAFROST erneut gegen das Christentum hetzen und den Gehörnten huldigen. Das Tempo ist fast immer stark angezogen, der bissige Kreischgesang wirkt stets aggressiv und auch die Gitarrenfraktion hält sich nicht allzu sehr mit lieblicher Harmonik auf. Stattdessen gibt es kalte, eingängige Riffs. Mit auf das Album hat es übrigens das Lied Kraft durch Krieg geschafft, welches neu aufgenommen wurde und bereits auf dem Debütalbum erschien. Es reiht sich gut in den hasserfüllten Reigen ein, obgleich man im Vergleich zu den neuen Stücken merkt, dass das ältere Lied doch etwas melodischer ausgefallen – aber nicht weniger derbe ist.

Die ersten sieben Lieder von Devil Worship sind im Grunde klanggewordener Krieg, der Aggression und Hass nur so versprüht. Erst mit den beiden letzten Stücken des Albums wandelt sich das Bild. Rasierklinge ist das längste Lied der CD und beginnt sehr ruhig, ja geradezu atmosphärisch und melodisch, mit einem leichten rockigen Einschlag in der Anfangsphase. Damit beweisen PERMAFROST erneut, dass sie auch anders können, wenn sie denn wollen. Hernach entwickelt sich Rasierklinge zu einem dunkelatmosphärischen, leicht melodischem Lied mit partiellem, heiserem Klargesang und morbider Lyrik. Obwohl die Musik nicht unbedingt aggressiv ist, so ist die Stimmung trotzdem bösartig. Wem das noch nicht krank genug ist, der kann sich auf Outlaw Scumfuck freuen, welches von GG Allin nachgespielt wurde. Der Typ war total gestört und überaus extrem, auch wenn man das dem rockigen und melodischem Stück nicht unbedingt anhört. Ich finde die Idee von PERMAFROST GG Allin zu covern jedenfalls gut, da die rockige und punkige Musik eigentlich nicht zum Rest des Albums passt, der GG Allin aber bösere und schonungslosere Texte geschrieben hat, also so manche Black und Death Metal Band. Dadurch wirkt dieser Ausstieg aus Devil Worship sardonisch und überaus gelungen.

Devil Worship ist extremer und aggressiver Black Metal mit gutem, druckvollem Klang und guten, subtilen Melodien die sich sehr gut der Schnelligkeit anpassen. Devil Worship ist ein rundum gelungenes Album und so wie es aussieht ist die letzte Schlacht noch lange nicht geschlagen, obgleich die Kriegstreiber von PERMAFROST einen weiteren Sieg für sich verbuchen können. Wer es böse, aggressiv und satanisch mag, kommt an Devil Worship definitiv nicht vorbei.

01. …dreaming on
02. Kill all…
03. Ride the dragon
04. Kraft durch Krieg
05. The devil is calling
06. Satan’s return
07. Life sucks!!!
08. Rasierklinge
09. Outlaw scumfuck (GG Allin Cover)

http://www.permafrost-horde.de/
http://www.sfh-records.com/

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