Nunfuckritual – In Bondage To The Serpent | 2011 | Debemur Morti | CD | Black Heavy Metal

In Bondage To The Serpent ist die Debütveröffentlichung von NunFuckRitual, einer neuen Gruppe die sich aus teilweise namhaften und altgedienten Muskiern rekrutiert. An der Bassgitarre ist Danny Lilker (u.a. Anthrax, Brutal Truth, Nuclear Assault) zu hören, für die Gitarre ist Teloch (Nidingr) verantwortlich, den Gesang hat Espen T. Hangård (Altaar, Diskord) übernommen und am Schlagwerk sitzt Andreas Jonsson (Tyrant). Bandname und Cover lassen auf räudigen oder zumindest extremen Black Metal schließen, doch dem ist nicht so. Was die Vier auf ihrem Erstling verewigt haben, ist vielmehr eine düstere Vermengung von Doom, Heavy Metal und Black Metal. Die sechs langen Lieder schlängeln sich langsam und dezidiert melodisch durch die Lautsprecher, stets mystisch, dunkel und okkult eingehaucht.

Saubere Riffs, ein langsamer oder schleppender Rhythmus und ein zum Teil sehr bissiger und giftiger Gesang sind die Hauptzutaten des Albums. Besonders herausragend ist dabei das Auftaktstück Theotokos, in dem sich klare und verträumte Melodien mit bösen, kraftvollen Arrangements abwechseln in denen vor allem der überaus grimmige und bissige Gesang (der mich ein wenig an UFO Gestapo erinnert) zum Tragen kommt. Der Gesang von Espen T. Hangård ist ein grundsätzlicher Leckerbissen, da er der Musik die gewisse Portion Härte und Bösartigkeit verleiht. Musikalisch ist In Bondage To The Serpent sicherlich kein schlechtes Album, nur ist es halt nicht sonderlich hart. Die Melodien sind gut, die Atmosphäre ist dunkel und bedrohlich und der Gesang wankt zwischen geheimnisvollem Sprechen, grantigem Knurren und unverzerrter Stimme.

In Bondage To The Serpent ist sogar ein ziemlich gutes Album, wenn man unvoreingenommen an die Sache heran geht. Man sollte sich nicht so sehr vom Cover oder dem Namen NunFuckRiutal blenden lassen, auch wenn die Musik streckenweise durchaus etwas rituelles hat. Für Freunde, die bösen Black Heavy Doom Metal mögen, ist das Teil zu empfehlen. Die CD erscheint am 14. Oktober im Handel.

7/10
Aceust

01. Theotokos
02. Komodo dragon, mother queen
03. Christotokos
04. Cursed virgin, pregnant whore
05. Parthenogen
06. In bondage to the serpent

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