No Return – Inner Madness | 2012 | Great Dane Records | CD | Thrash / Death Metal

Für NO RETURN stellt Inner Madness bereits das achte Album dar. Gegründet wurde die Gruppe 1989, zuvor hatte man aber schon 1987 eine Demo unter dem Namen EVIL POWER veröffentlicht. Im Laufe der Jahre hatte die Band aber einen ansehnlichen Verschleiß von Musikern, so dass von der einstigen Besetzung nicht mehr viel übrig geblieben ist. Auf Inner Madness spielen NO RETURN melodischen Thrash Metal mit einigen Ausflügen in den Heavy Metal, aber auch der eine und andere Einfluss des Death Metals schimmert durch.

Inner Madness ist ein enorm riffbetontes Album. Die beiden Gitarristen verstehen ihr Handwerk und beherrschen sowohl melodische Soli des Heavy Metals als auch harte Death Metal Riffs und nicht zuletzt auch technische Thrash Riffs. Teilweise erinnern mich NO RETURN an IRON MAIDEN, um andernorts in ihrer technischen Schiene dann in die progressive Richtung von DEATH zu gehen. Inner Madness ist ein reichhaltiges Album, das vor allem für Freunde des gitarrenbetonten Metals geeignet ist. Mir persönlich fehlt nämlich die Härte. Ich mag meinen Thrash Metal gerne mit einer gewissen Härte und Hässlichkeit, davon lässt sich hier kaum etwas finden. Dabei gibt es durchaus schnelle und geradlinige Passagen, nur nicht sonderlich lang. Die Lieder sind sehr vielschichtig und abwechslungsreich, zwischendurch gibt es auch die eine und andere Klargesangseinlage sowie viele melodische Gitarrenparts.

Wer melodischen Thrash Metal mit Death Metal Einfluss mag, wird hiermit ganz sicher seine Freude haben. NO RETURN können in jedem Fall hervorragend spielen, tolle Riffs gibt es massig. Aber alles ist eben eher melodisch als brutal, was mir persönlich sauer aufstößt und geschmacklich nicht so zusagt.

6/10
Aceust

01. N.I.L. 2
02. Inquisitive hegemony ($even)
03. Backdoor
04. Near death experiences
05. Morgane’s song
06. Inner madness
07. Borderline
08. The dead inside
09. Death scars

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