Nebiros – VII

Nebiros - VII

Nebiros - VIIWer hätte das gedacht? Sieben lange Jahre nach dem Debütalbum „Kurwa Satana“ wird es am 31. Juli mit „VII“ den Nachfolger geben. Die in Berlin gegründete Band mischte den Untergrund damals ordentlich auf, hierzulande, wie auch in der zweiten polnischen Heimat. Mal schauen, ob es NEBIROS anno 2015 immer noch drauf haben, unheiligen und satanischen Old School Black Metal zu spielen.

Zweifelsohne, NEBIROS verstehen es nach wie vor, morbiden und düsteren Black Metal zu spielen, der atmosphärische Elemente, Grimmigkeit und Härte miteinander verbindet. „VII“ ist relativ vielseitig, da es rhythmisch und harmonisch viel Abwechslung gibt. Schleppende Stücke, wie etwa „Zakon Czarny“, versprühen trotz des gedrosselten Tempos eine böse und grimmige Atmosphäre. Dies ist einerseits dem guten Riffing und andererseits dem überaus gelungenen Gesang geschuldet.

NEBIROS gefallen mir auf „VII“ am besten, wenn sie langsam und/oder melodisch spielen. Ich empfinde die zahlreichen dunkelatmosphärischen und morbiden Arrangements, entweder Keyboard oder Akustikgitarre, als sehr gelungen. NEBIROS haben ein gutes Gespür für Harmonien und setzen ebendiese harmonischen und melodischen Aspekte sehr gut um.

Aggression, Schnelligkeit und Härte werden von NEBIROS jedoch nicht vernachlässigt. Es lassen sich zahlreiche schnelle Parts auf dem Album wiederfinden. Stellenweise gibt es wahrlich bitterböse und hochgradig aggressive Raserei. Wenn NEBIROS so schnell und bedingungslos spielen, mischt sich dem Black Metal auch eine leichte Death-Metal-Atmosphäre bei, was dem technischen und trockenen Spiel dieser Hochgeschwindigkeitspassagen geschuldet ist. Der eine und andere schnelle Schub, vor allem wenn die Doublebass zu Einsatz kommt, kann mich dann auch nicht gänzlich überzeugen. Ich empfinde NEBIROS bedrohlicher, grimmiger und böser, wenn sie die guten atmosphärischen Elemente mit rhythmischer Variation verbinden als nur geradlinig und schnell zu spielen.

„VII“ ist eine verdammt abwechslungsreiche Scheibe geworden, die morbide und bösartig aber zugleich auch wunderbare harmonische und melodische Momente besitzt. „VII“ lebt von dieser vielschichtigen und dichten Atmosphäre, die Grimmigkeit, Hässlichkeit und Melodik geschickt miteinander verbindet. „VII“ ist auch ein würdiger Nachfolger zu „Kurwa Satana“, wobei das neue Album vor allem klanglich in eine andere, bessere, Kerbe schlägt.

Nebiros – VII
2015 | Black Metal
CD | Folter Records

1. Intro – VII
2. Zakon Czarny
3. Boga Ciało
4. Matka Kurwa
5. Galaxis
6. Jabol
7. Na Placu Piekła
8. Staruch
9. Ponure Cienie
10. Pożądanie
11. Legion
12. Outro

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