Monarque – Blasphèmes Et Cultes Morbides | 2010 | Ewiges Eis Records | CD | Black Metal

Blasphèmes et Cultes Morbides ist eine Kompilation, die zunächst auf Kassette erschien und nun auch auf CD erhältlich ist. Diese CD-Zusammenstellung (welche sich übrigens von der Kassettenversion unterscheidet) enthält neben Fier Hérétique unveröffentlichtes Demo- und Rehearsalmaterial. Wer Ad Nauseam kennt und mag, wird diese Veröffentlichung definitiv auch mögen, da die Lieder von Fier Hérétique ähnlich gelagert sind und erstklassigen Black Metal darstellen. Zudem besitzt Fier Hérétique hier auf der Kompilation einen alternativen Ein- und Ausklang, was sicherlich kein Kaufargument ist, wenn man das Original bereits besitzt, der Ordnung halber aber erwähnt werden sollte. Nun, das Kapitel von Fier Hérétique währt etwas länger als eine halbe Stunde und bietet kraftvoll gespielten Black Metal mit einem hohen dunkelatmosphärischen Anteil. Die Melodik ist exzellent, jedes Riff sitzt perfekt. Allerdings sind die Lieder von Fier Hérétique insgesamt weniger hart und schnell als auf Ad Nauseam.

Den Einstieg ins „Bonusmaterial“ macht das Akustikgitarrenlied Lycanthrope, welches ordentlich aber wenig spektakulär daher kommt. Das direkt darauf folgende Cortège Macabre ist der 2008 erschienen Split EP mit Blackwind entnommen. Zu zwei Dritteln ist es ein gemächliches Lied, das dunkelatmosphärisch und melancholisch ist. Im letzten Drittel begehrt Monarque dann schnell und harsch auf. Das Rehearsalstück La Vallée des Larmes ist klanglich überraschend gut, etwas dünn aber die tiefen Töne erklingen raumfüllend, was der mittelschnellen, melancholischen Nummer gut steht. Die Demoversion von Je ne suis Pas ballert hingegen schnell aus den Lautsprechern und wird von feinen, guten und grell klingenden Riffs begleitet. Rhythmisch recht eingängig aber melodisch und harmonsich sehr ansprechend, zumal Monarques Gesang auch hier wieder vollends gelungen ist. Das andere Demostück Marche Funèbre ist zwar wie in der bekannten Version von Fier Hérétique dunkelatmosphärisch gelagert, doch wartet die Demoversion mit einer wesentlich kräftigeren sowie drückenderen und grellen Gitarrenspur auf. Dadurch wirkt es trotz des schwermütigen Aufbaus härter und bissiger. Zum Abschluss gibt es ein langsames und überaus düsteres Lied zu hören, in dem es kein Schlagzeug, dafür aber bedrückende Orgelklänge zu hören gibt.

Blasphèmes et Cultes Morbides ist eine sehr gute Veröffentlichung ohne Schwächen. Die unveröffentlichten Stücke überzeugen genauso wie das bekannte Material von Blasphèmes et Cultes Morbides. Ein Kauf lohnt sich auch für jene, die Fier Hérétique bereits besitzen, denn das „Bonusmaterial“ mit einer Länge von über 30 Minuten ist für Freunde von Monarque wärmstens zu empfehlen.

8/10
Aceust

01. Fier hérétique
02. Vent du nord
03. Un passage dans la vallée
04. Extinction
05. Marche funèbre / Aliénation
06. Lycanthrope
07. Cortège macabre
08. La vallée des larmes (Black Book Rehearsal)
09. Je ne suis pas (Demo)
10. Marche funèbre (Demo)
11. Funérailles dans la vallée…

Schreibe einen Kommentar