Malediction – IX Sorcerers | 2011 | Hass Weg Productions | CD | Black Metal

Malediction ist eine französische Band die offenbar mit dem Album IX Sorcerers debütiert. Es gibt keinerlei offiziellen Auftritt im Netz, so dass es nur spärliche Informationen zum Album gibt. Thematisch handelt das Werk von satanischen, esoterischen und okkulten Themen, die man in ein klassisches Black-Metal-Gewand gefasst hat. Malediction verzichtet dabei aber nahezu komplett auf atmosphärische Arrangements oder instrumentale Einleitungen und Übergänge, es wird also auf den Versuch verzichtet, künstlich eine dämonische Atmosphäre zu erzeugen.

Ansonsten erweist sich IX Sorcerers als homogenes Album mit abwechslungsreichen Strukturen und einem satten sowie bassreichen Klang. Die Gitarren ertönen gern dezidiert melodisch mittels einfachem Riffing; dieses wird aber nicht immer vordergründig umgesetzt, weshalb die melodische Komponente oftmals eher unterschwellig funktioniert. Neben dem vielschichtigen Saitenspiel ist auch die Rhythmusschiene facettenreich. Malediction spielt mit zahlreichen Tempi auf, wobei man sich niemals liederübergreifend auf einen besonderen Rhythmus festlegt, oft ändert sich das Tempo auch innerhalb eines Liedes. Die Stärken von Malediction liegen aber klar im langsameren und mittelschnellen Bereich. Denn dort haben sich die besseren Riffs und Harmonien angesiedelt, die immer sehr gut sind und eine dichte, düstere Atmosphäre erzeugen. Die Tempoeinlagen sind deshalb nicht schlecht, nur atmosphärisch nicht ganz so ergreifend. Stattdessen sind sie manchmal aber durchaus brutal und gleichen dann einem Gemetzel.

IX Sorcerers ist eine gelungene sowie überzeugende Debütveröffentlichung die vor allem in punkto Melodik punkten kann, wie auch das abschließende und knapp neun Minuten lange Titellied beweist. Schleppend im Rhythmus und melodisch eingängig, funktioniert das Lied aber dennoch sehr gut. Allerdings übersteuern hier die mächtigen tiefen Töne manchmal etwas. Kurz gesagt: Atmosphärisch und melodisch ein wirklich gutes Album, jedoch sind die schnellen, brutalen Parts noch verbesserungswürdig.

7/10
Aceust

01. The supreme order
02. Impure & profane
03. Children of the black sun
04. Visions
05. Hatred phenomenon
06. IX sorcerers

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