Lyr Drowning – Beyond The Borders | 2011 | Great Dane Records | CD | Death Metal

LYR DROWNING ist eine französische Gruppe die auf ihrem zweiten Album Beyond The Borders atmosphärischen, melodischen und verträumten Death Metal spielen. Die Melodik ist zentraler Dreh- und Angelpunkt in der Musik. Das Spiel der Gitarren, die vielen Klargesangseinlagen und die zahlreichen atmosphärischen Arrangements sind auf melodische Stimmungen ausgelegt. Hinzu kommt dann eine gewisse Progressivität und genreübergreifende Spielweise. Im Grunde legen sich LYR DROWNING stilistisch kaum fest. Death Metal ist lediglich eine lose, unverbindliche Überschrift.

Mich erinnert Beyond The Borders immer wieder an Gruppen wie SEPTIC FLESH und ON THORNS I LAY, ja sogar SENTENCED fallen mir hierzu ein. Man muss diese romantische und atmosphärisch-melodische Spielweise in jedem Fall mögen, um hieran seine Freude zu haben. LYR DROWNING beweisen zwar durchaus, dass sie ein Gespür für schöne Melodien haben, die für sich genommen, wirklich überzeugend sind. Aber im Gesamtkontext ist es ein Album, dessen dicke atmosphärische Ausrichtung einfach zu viel des Guten ist. Mir sagt diese romantisch verklärte Dramatik und teils symphonische Dramatik nicht sonderlich zu. Das können auch die technischen und harten Death Metal Riffs nicht mehr rausreißen. Aber so ist das eben mit „Genre-Veröffentlichungen“, die sich an ein spezielles Publikum richten. Mir ist das alles zu lieb und nett, zu harmlos und viel zu melodisch.

LYR DROWNING können spielen und die konsequente Umsetzung ist schlüssig und nachvollziehbar, man muss diese Form des Metals allerdings mögen. Wer also keine Berührungsängste vor viel Melodik und moderner, progressiver Spielweise hat, kann sein Glück ja versuchen.

5/10
Aceust

01. Out from your guts
02. The inescapable weight of gravity
03. Once it’s gone
04. Without any form
05. To faraway coasts
06. Slack tide
07. A giant wave falls
08. Mad crowds
09. Heart/Body
10. Oceanic (Time travel)
11. Beyond the borders
12. 57°24′ North – 6°11′ West
13. Devouring this world

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