Lilyum – Nothing Is Mine | 2011 | Dusktone | CD | Black Death Metal

Das italienische Duo Lilyum exisitert bereits seit zehn Jahren und hat über Dusktone jüngst das vierte Album herausgebracht. In das Portfolio von Dusktone passen Lilyum nicht so recht, denn das Duo spielt aggressiven Black/Death Metal. In diesem Bereich gibt es fantastische Gruppen, die so böse und bestialisch sind, dass es eine wahre Freude ist. Lilyum gehören dazu leider nicht. Schon das Cover des Albums empfinde ich als befremdlich, wenn man versucht, dies mit dem musikalischen Inhalt in Einklang zu bringen.

Wie dem auch sei. Nothing Is Mine dürfte niemanden vom Hocker hauen. Das programmierte Schlagwerk ist klanglich viel zu dünn beseelt und auch programmiertechnisch langweilig und monoton. Die Riffs der Gitarren sind gleichfalls etwas plump und klanglich ebenfalls viel zu dünn. Einzig und allein der stark verzerrte und mit Effekten bearbeitete Gesang kann mich überzeugen. Er klingt in der Tat bestialisch, schade nur, dass die Musik drumherum wenig überzeugend ist. Es reicht heutzutage einfach nicht (mehr) aus, lediglich schnell zu spielen. Selbst Von, deren Liedaufbau wohl überaus minimalistisch war, schöpften mehr Atmosphäre und Variabilität in der Musik, als es Lilyum hier gelingen mag. Wenn man wenigstens einen echten Musiker für das Schlagwerk hätte finden können, wäre vielleicht alles anders geworden. Aber dieser dünne Elektronendrummer ärgert mich maßlos, sowas kann man doch nicht ernst meinen? Das Schlagzeug schafft es zu keinem Zeitpunkt, irgendwie auch nur annähernd so etwas zu erzeugen, wie Brutalität oder Aggressivität. Im Grunde gibt es nur den monotonen Takt vor, zu dem dann farblose Riffs und Melodiebögen gespielt werden.

Für meine Ohren ist Nothing Is Mine eine absolut überflüssige Veröffentlichung. Da tut es mir ja schon leid, dass Dusktone ausgerechnet hiermit sein Profil erweitern möchte. Vielleicht sind die Vorgängeralben ja besser? Keine Ahnung, probieren will ich sie lieber nicht.

3/10
Aceust

01. Intro – Nothing is mine
02. Altar of darkness
03. Fides belialus
04. Slave of hate
05. Hic fuit locus traitor
06. Into the fire
07. The eternal embrace of dark dream
08. I am the black plague
09. My darkened path

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