Kæltetod – Wundenextrakte I-V | 2005 | Ashen Productions | Kassette | Black Metal

Wundenextrakte I-V ist ursprünglich 2003 erschienen, das Debütdemo wurde vor kurzem wieder veröffentlicht. Das österreichische Ein-Mann-Projekt Kæltetod zelebriert fünf Stücke lang gestörten, düsteren Black Metal der ab und zu durchbrochen wird von gleichsam dunklen und monotonen Industrial-Klängen sowie auch von einer heiser und unverständlich flüsternden Stimme. Wundenextrakte I-V ist ein einfaches und eingängiges Werk voller dunkler und suizidaler Aspekte. Gerade durch die konsequente Beibehaltung dieser überschaubaren und geradlinigen Merkmale weiß das Demo zu überzeugen und entfaltet dadurch auch einen Reiz.

Die Black Metal Stücke Kæltetods erinnern zuweilen an ältere Burzum Veröffentlichungen, glücklicherweise jedoch nicht was den Gesang betrifft, denn dieser ist weitaus weniger grell verzerrt und klingt auch gar nicht hysterisch oder verzweifelt wie bei vielen anderen Gruppen in dieser Stilistik. Der Gesang hat rauere und manchmal auch heisere Züge, was besonders bei langsameren und ruhigeren Passagen eindringlich zur Geltung kommt. Der Klang ist zwar erwartungsgemäß etwas flach, vor allem der Drumcomputer geht manchmal einfach unter, allerdings ist der Klang dennoch sehr klar und deutlich.

Wie am Anfang bereits erwähnt, enthält Wundenextrakte I-V auch Industrial-Passagen die angenehm zur Atmosphäre passen und dem Demo ein rundes und stimmiges Bild verleihen, nicht zuletzt auch deshalb, da sie eher mit Bedacht und Gefühl für ein richtiges Maß eingesetzt und platziert worden sind.
Wundenextrakte I-V ist für ein Debütdemo gut gelungen, dass trotz der Standardelemente genügend Eigenständigkeit aufweist und deshalb als empfehlenswert zu benennen ist.

01. Extrakt I
02. Extrakt II
03. Extrakt III
04. Extrakt IV
05. Extrakt V

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