Isolfur – Pfad des Canis Lupus | 2010 | Ewiges Eis Records | CD | Black Metal

Nach der 2008 erschienen Demo Schrei des Wolfes bestreiten die thüringischen Recken von ISOLFUR nun mit dem Debütalbum den Pfad des Wolfes. Die Demo ist mir nicht bekannt, aber es haben einige Lieder von Schrei des Wolfes den Weg aufs Album geschafft. So bietet das Album also einen guten Überblick über die noch nicht lang bestehende Gruppe. Man hat sich bei ISOLFUR dem deutschsprachigen Black Metal mit Pagan Einschlag verschrieben. Der grell verzerrte Gesang ist stets verständlich und giftet so manches Mal auch angenehm. Spielerisch gibt sich ISOLFUR vielschichtig, und so deckt man das breite Spektrum von langsamen und melodischen Kompositionen über mittelschnelle Strecken bis hin zu schnellen, aggressiven Passagen ab. Die Lieder sind im Schnitt um die drei Minuten lang, was für einen flotten und stimmigen Durchgang sorgt. Ob aller rhythmischer Vielfalt ist „Pfad des Canis Lupus“ eine melodiebetonte Platte. Neben den kalten, sägenden Riffs in den schnellen Parts gibt es viele Melodieführungen und klare Instrumentalpassagen zu hören. Mir ist das für meinen Geschmack manchmal zu viel des Guten, was sehr schön im Titellied deutlich wird. Es ist ein schnelles, bissiges und aggressives Lied, doch gibt es auch einen Part mit Klargesang, der die Eisigkeit des Liedes zunichte macht. Aber dies liegt im gewählten Stil ISOLFURs begründet.

Für Liebhaber des deutschsprachigen, thüringischen Black Metals mit dezidiertem Pagan Einschlag sicherlich ein Tipp. Klanglich, spielerisch und strukturell ist die Platte wirklich überzeugend. Anhänger der eher rohen und primitiven Fraktion sollten aber erst mal probehören, der melodische Einschlag ist zuweilen recht hoch.

7/10
Aceust

01. Wiederkehr des Eiswolfes
02. Entbrannte Wut
03. Krieger des Göttervaters
04. Tod des Sonnengottes
05. Inferno des Hasses
06. Der Baum er lebt
07. Grabgesang
08. Fatum der Schicksalsfrauen
09. Bragis met
10. Der Pfad des Canis Lupus

Schreibe einen Kommentar