Horrid – Sacrilegious Fornication | 2014 | Dunkelheit Produktionen | CD | Death Metal

Die italienische Band HORRID wurde bereits 1988 unter dem Namen RITES OF DEATH gegründet. Man wollte Größen wie CELTIC FROST und HELLHAMMER nacheifern, doch dann änderte man den Namen in HORRID um und 1992 erschien die erste Demo. Es sollten einige Demos, EPs und zwei Alben folgen ehe in diesem Frühling mit „Sacrilegious Fornications“ der dritte Langspieler erschien. HORRID spielen Oldschool Death Metal der herrlich authentisch und lebendig klingt.

Es gibt viele (relativ) neue Gruppen die sich dem Oldschool Death Metal verschrieben haben und die versuchen den speziellen Geist von einst nachzuempfinden. Einigen gelingt das besser als anderen, doch oft wirkt das Ganze eben nicht vollständig authentisch. Bei HORRID ist dies ganz anders, schließlich kommt man ja selbst aus dieser alten Zeit. Auch wenn man zwar zur Riege der Altgedienten gehört, muss das nicht zwangsläufig bedeuten, guten Death Metal abzuliefern. Es gibt einige Beispiele die belegen dass es manchmal einfach besser ist, Vergangenheit Vergangenheit zu lassen und nicht doch noch mal auf Teufel komm raus ein neues Album einzuspielen, welches dann einfach bei weitem nicht an die alten Zeiten rankommt. Bei HORRID und ihrem neuen Album „Sacrilegious Fornications“ ist das anders. Es ist ein großartiges und ehrliches Album, welches schlicht und einfach düsteren, satanischen und direkten Death Metal enthält. Ich vermeide es absichtlich HORRID mit anderen Bands zu vergleichen, da es einfach zu viele gibt, die man nennen könnte und jeder eine andere der bekannten Bands bevorzugt oder zum Vergleich heranziehen würde.

Den Death Metal den man hier um die Ohren gehauen bekommt, ist böse und düster und von sattem Klang, der tonal wunderbar tief gelagert ist und der nicht nur die Bässe präzise und reichhaltig wiedergibt sondern auch den Gesang hervorragend inszeniert. Das Organ von Sänger und Bassist Max klingt großartig. Es ist kehlig und tief aber auch energisch und aggressiv wenn es sein muss. „Sacrilegious Fornications“ hat ohnehin mächtig Dampf unter der Haube und peitscht und hämmert brachial. Der oftmals flotte Rhythmus sowie der böse und mächtige Klang von Bass und Gitarre sorgen für eine böse und druckvolle Atmosphäre, die den Raum zum Beben bringt und direkt ins Blut geht.

„Sacrilegious Fornications“ ist ein tolles Oldschool Album welches tatsächlich absolut unverstaubt ist. Spielerisch und klanglich überzeugen HORRID auf ganzer Linie und das von HELLHAMMER nachgespielte „Massacra“ rundet das Ganze wunderbar ab.

1. Sacrilegious Fornication
2. Vortex of Primordial Chaos
3. Necromancy
4. Demonic Sadocarnage
5. Blood on Satan’s Claw
6. The Fire of Impenitence
7. Diocletianic Persecution
8. Goddess of Heretical Perversity
9. Massacra (Hellhammer Cover)

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