Höllenpoetik – Herr Tod bittet zum feierlichen Tanz | 2011 | Eigenproduktion | Kassette | Black Metal

Mein Lieblingspoet ist zurück und legt nach der großartigen ersten Demo mit Herr Tod bittet zum feierlichen Tanz nach! Damit bewahrheitet sich meine Hoffnung wesentlich schneller als gedacht. Teufelsverrückt war Schandtat und Teufelsauslebung und in dieselbe Kerbe schlägt auch die neue Demo. In zwei kurzen, liebenswürdig kauzig gehaltenen Liedern bittet der Tod höchstpersönlich zum Tanz. Dabei sind die zwei neuen Lieder allerdings nicht ganz so ausgeflippt wie auf der ersten Demo. Die klar gesprochene Stimme gibt es nach wie vor und ebenso sind auch die eigenartigen Rhythmen und Wechsel vorhanden. Höllenpoetik ist nach wie vor grimmig und obskure Riffs flimmern vom Band. In der Summe ist Herr Tod bittet zum feierlichen Tanz aber nicht ganz so skurril und grotesk wie die erste Demo. Vor allem das langsam bis mittelschnell gehaltene Schändlich 1 wirkt gegenüber den anderen Liedern etwas blass. Dies kann aber auch an der Klangproduktion liegen, die etwas dünner und leiser ausgefallen ist und den klanggewordenen, schrägen Wahnsinn nicht ganz so kräftig wiedergibt.

Stilistisch ist sich Höllenpoetik aber definitiv treu geblieben und wem Schandtat und Teufelsauslebung gefiel, sollte hier also auch unbedingt zugreifen. Ich bin jedenfalls froh dass es von Höllenpoetik Neues gibt und man den obskuren und eigenwilligen Black Metal weiterhin spielt. Höllenpoetik ist nach wie vor ein absolut heißes Eisen im deutschen Untergrund. Prädikat: wertvoll und im Auge behalten!

7,5/10
Aceust

01. Schändlich 1: Herr Tod bittet
02. Schändlich 2: Zum feierlichen Tanz

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