Himonas – To the Battlements | 2013 | Nebular Winter Productions | Kassette | Black Metal

HIMONAS sind ein griechisches Duo, welches seit 2009 Musik macht und mit To The Battlements nun das erste Album veröffentlichte. HIMONAS spielen traditionellen und geradlinigen Black Metal der 90iger, ohne irgendwelche atmosphärischen und melodischen Zusätze wie Keyboards oder Akustikgitarre. To The Battlements ist rau und kalt…

Interessant ist das Album aber allemal, gerade auch, weil HIMONAS den hellenischen Stil, der hier vor allem am Gesang auszumachen ist, mit starken finnischen Einflüssen kombiniert und vermischt. Das wird nicht immer gemacht, doch es gibt Lieder, da erinnern HIMONAS doch stark an Gruppen wie BAPTISM. Ich empfinde diese Vermischung als sehr interessant, da ich die dezidierte Rohheit sowie Kälte der rauen Gitarren mit dem griechischen Singsang als sehr reizvoll empfinde. Die Lieder wurden zwar in Englisch verfasst, dennoch ist der hellenische Charakter unverkennbar.

Die Lieder von To The Battlements sind, wie erwähnt, geradlinig. Das Tempo ist überwiegend flott und treibend, der Gesang ist bissig aber nicht harsch und an den Saiteninstrumenten entstehen kalte Melodien. HIMONAS spielen sowohl eingängige und einfache Riffs, die schnell ins Ohr gehen und sich gut einprägen, als auch komplexe Melodiebögen mit dezentem griechischem Flair. Besonders gut und interessant gelingt dies in Eternal Evil, wo HIMONAS einerseits kalt, roh und hart spielen, dies aber mit einer melodischen, finnischen Eleganz verbinden, die dann in einer kurzen, wunderbaren melodischen Passage mündet.

To The Battlements ist eines jener Alben, welches auch erst bei genauem Hinhören seine Qualitäten offenbart. Wenn man das Album nur nebenbei und oberflächlich hört, klingt es nicht besonders. Doch bei genauer Betrachtung gibt es vor allem harmonisch viele gute Momente, die dann auch zur guten und konstanten Atmosphäre beitragen. Lediglich der Mix irritiert mich manchmal. Der rechte Kanal verändert ab und zu seine Lautstärke, während der linke Kanal unverändert bleibt. Das ist ein wenig schade, ändert aber nichts an der Musik.

HIMONAS haben ein Debüt vorgelegt, das irgendwie kompromisslos und hart ist und mich darin ab und zu an Gruppen wie ESCHATON und THE SHADOW ORDER erinnert – um mal einen Vergleich zu griechischen Bands zu ziehen -, dies aber mit der nordischen, winterlichen Kälte einiger finnischen Gruppen verbindet. To The Battlements ist ein beachtliches, gutes und empfehlenswertes Debüt!

01. Crucified
02. Pure lust for destruction
03. Their blood on our banners
04. To the battlements
05. Glorious death
06. In the path of our ancestors
07. Eternal evil
08. Razors
09. The heart of winter
10. Outro

HIMONAS
NEBULAR WINTER PRODUCTIONS

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