Hexemeeschter – Hexemeeschter | 2009 | Eigenproduktion | CDR | Black Metal

Hexemeeschter war ein Nebenprojekt von Funerarium, gemeinsam mit Leuten von Season of Frost, da man nach dem Album Nocthule den Drang verspürte, schnellen Black Metal spielen zu wollen. Nach diesem selbstbetitelten Demo lösten sich Hexemeeschter allerdings wieder auf.

Hexemeeschter spielt schnellen und rohen Black Metal, der einen ähnlichen dunklen und dumpfen Klang hat, wie den von Funerarium. Ich mag diese Klangproduktion, da sie sehr gut die unheilvolle und böse Atmosphäre Hexemeeschters transportiert. Trotz der Vorgabe, schnellen Black Metal zu spielen, sind die Eigenkompositionen von Hexemeeschter nicht unbedingt eingängig. Schnelle Riffs, dunkelharmonische Melodiebögen und abwechslungsreiches Schlagzeugspiel verleihen der Musik Abwechslung.

Gleich im ersten Lied When the day turns to eternal night bekommt man beispielsweise das gesamte rhythmische Repertoire um die Ohren gehauen, das von treibend mittelschnell, über schnell bis hin zur apokalyptisch anmutenden Raserei reicht. Gespickt und angereichert wird dies mit Breaks und langsamen Zwischenpassagen.
Abwechslungsreiche Strukturen sind auch in den anderen Liedern enthalten. Dabei wird die Temposchraube gerne stark angezogen, was aber nie langweilig oder plump wirkt, da Hexemeeschter oft das Tempo variiert. Aber nicht nur das Tempo oder riffbetontes Gitarrenspiel sind auffallende Attribute. Der stark verzerrte, oft kehlig klingende Gesang, ist gleichfalls eine wesentliche Komponente in der Musik. Dem hohen Tempo und der teilweise heftigen und hasserfüllten Spielweise zum Trotz, gibt es aber auch melodische respektive ruhige Momente. Beyond the seven moons, ein Lied mit einer Spieldauer von guten 14 Minuten, enthält beispielsweise einen Akustikgitarrenpart.

Abgeschlossen wird Hexemeeschter mit zwei Coverliedern von Immortal und Dissection. Mir gefällt Unsilent storms in the norty abyss von Hexemeeschter sogar besser als Immortals Original, auch wenn das Schlagzeug nicht mal annähernd an den druckvollen Klang vom Original herankommt. Auch das Dissection Cover kommt klanglich natürlich nicht ans Original heran. Aber auch hier gefällt mir das Cover besser als das Original, was gerade im alles andere als perfekten Klang begründet liegt. Der Klang von Hexemeeschter ist eben roh und schwachbrüstig, was man am Schlagzeug merkt. Doch mir gefällt dieser etwas unsauber und rauschende Klang, da er – wie bereits erwähnt – die böse, unheilvolle Atmosphäre sehr gut und authentisch rüberbringt.

Demnach ist Hexemeeschter auch ein schönes und gelungenes Demo. Hier bekommt man guten Untergrund Black Metal, der schnell, heftig und böse, aber dennoch bis zu einem gewissen Grat dunkelatmosphärisch und mystisch ist.

7,5/10
Aceust

01. Intro
02. When the day turns to eternal night
03. The last legion
04. Salvaltion
05. Beyond the seven moons
06. Unsilent storms in the north abyss (Immortal Cover)
07. Black horizons (Dissection Cover)

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