HellLight – Funeral Doom | 2008 | Ancient Dreams Records | CD | Funeral Doom

Die brasilianische Formation HellLight spielt auf dem zweiten Album Funeral Doom eine sehr harmonische Spielart des Funeral Doom Metals. Das erste und über 18 Minuten lange Lied Deep siderial silence fällt vor allem durch den angenehm tiefen Death/Doom Metal Gesang sowie der steten atmosphärischen Keyboardbegleitung auf. Das Spiel an Bass und Gitarre ist sehr langsam, dunkel und bleiern. Ein wenig erinnert mich die Atmosphäre, die HellLight hier mit Deep siderial silence erschafft, an das geniale Debütalbum von Fungoid Stream. Aber auch das zweite Murder Rape Album „…and evil returns“ kommt mir in den Sinn, wenn ich höre, wie dieser tief aus der Kehle kommende Gesang mit dem Keyboard harmoniert. Das Titelstück Funeral Doom nimmt in ähnlicher Art und Weise seinen Lauf, doch im Verlauf verändert es sich zunehmend und partiell ist auch klarer Gesang zu hören, der mir allerdings etwas zu dünn ist und stimmungstechnisch überhaupt nicht mit den vorangegangen schwermütigen Parts mithalten kann.

Diese Klarggesangparts sind aber nicht das einzige Attribut, welches HellLight hinsichtlich des gewählten Albumnamens etwas unglaubwürdig erscheinen lässt; denn nicht gerade selten sind verträumte und beinahe schon geradezu liebliche Melodien und Arrangements zu hören. Diese sind zwar gewiss nicht schlecht, doch eben nicht das, was ich mir vorstelle, wenn ich an Funeral Doom denke. Denn dann denke ich an durch und durch düstere und böse Musik, die verstörend macht und unangenehme Beklemmung verbreitet. Funeral Doom von HellLight ist vielmehr atmosphärische Doom Metal, der sicherlich düstere Funeral Doom Elemente hat, aber eben nur anteilig. So ist mir das Album auf Dauer dann auch zu langweilig, zu harmonisch und ohne großartige atmosphärische Harmonien, wie ich sie beispielsweise bei Fungoid Stream liebe.

5/10
Aceust

01. Deep siderial silence
02. Funeral Doom
03. Nexus alma
04. The diary
05. Life in darkness
06. Afterlife
07. In memory of the old spirits

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