Grim Monolith – Mooncrowned | 2008 | Eigenproduktion | CDR | Black Metal

Die italienische Formation Grim Monolith versucht, mittels des in Eigenregie produzierten Promoalbums Mooncrowned, eine Plattenfirma an Land zu ziehen. Dies könnte gelingen, da die Italiener Potenzial beweisen, welches über die 13 Stücke allerdings nicht konsequent abgerufen und genutzt wird. Spielerisch versucht sich die Band in riffbetontem Black Metal, der zwischen atmosphärisch kalt und kompromisslos grimmig hin und her schwankt. Immer wieder fühle ich mich dabei an den norwegischen Black Metal der 1990iger Jahre erinnert.

Auffälligstes Merkmal der Musik sind die oftmals hell und grell verzerrten Gitarren sowie der mit leichtem Hall unterlegte Kreischgesang. Mit diesen beiden Attributen steht und fällt alles auf Mooncrowned. Es gibt zahlreiche Parts, in denen das Riffing harmonisch mit dem Gesang in Einklang geht. Ebenso gibt es auch immer wieder Passagen, in denen sich Grim Monolith rifftechnisch verhaspelt, da man offenbar zu sehr darauf versteift ist, mit Ach und Krach eine grimmigkalte Atmosphäre erschaffen zu wollen. Manchmal geht das Vorhaben gut auf und die Musik entfaltet eine stimmige und packende Atmosphäre, manchmal gelingt das nicht.

Obwohl das Album rhythmisch nicht monoton geraten ist, geht die Vielfalt des Taktes dennoch zumeist unter. Dabei reicht das Repertoire von eingängig schnell über mittelschnell bis hin zu langsam. Zuweilen spielt Grim Monolith auch stampfend und kraftvoll auf, verlässt den Pfad des hell grellen Riffings und spielt dunkle, dreckig klingende Riffs, wie etwa im Titelstück Mooncrowned, das ganz und gar, auch durch seine melodische Komponente, überzeugen kann.

Mooncrowned ist sicherlich kein grandioses Machwerk welches überschwängliche Euphorie auslöst. Eben sowenig ist es ein glatter Reinfall. Die Band hat, wie gesagt, Potenzial und für ein Promoalbum, das man auch als eine Form des Demos verstehen kann, finde ich das auch völlig in Ordnung. En détail fehlt der Musik noch der Feinschliff, und hier und da etwas weniger Melodik, stattdessen mehr markante Ecken und Kanten, und man kann aus der Musik sicherlich noch einiges machen.

5/10
Aceust

01. Touched by the beauty of the night
02. Luna pantocrator
03. Kings of the moonless nights
04. Mooncrowned
05. Sculpting eternity
06. …of titanism and solitude
07. Glory and wonder
08. Immortal spleen
09. The pulse of the woods
10. …in faery lands forlorn
11. Fog adorned epitaph
12. Eremos
13. Der Siegesmarsch

Schreibe einen Kommentar