Flamen – Supremo Die | 2013 | Hass Weg Productions | CD/Vinyl | Pagan Black Metal

FLAMEN ist eine neue Pagan Black Metal Band, die sich aus dem Italiener Bartlett Green (alle Instrumente) und dem Bulgaren Alexander Ivanov (Gesang) zusammensetzt. Supremo Die ist die erste Veröffentlichung des Duos und es wird Pagan Black Metal gespielt, der eine gewisse Direktheit und Rohheit mit paganesker Melodik kombiniert.

Das obligatorische Intro und Outro ist meiner Meinung nach zu vernachlässigen und so widme ich mich direkt dem ersten richtigen Lied. Das Titellied Supremo Die ist knapp zwölf Minuten lang und erweist sich als sehr abwechslungsreich. Die ersten Minuten des Liedes sind durch eine rau gestimmte, riffbetonte Gitarre geprägt, die ein wenig wie eine Mischung aus GRAVELAND und BILSKIRNIR klingt. Der ruhige aber erdig und kehlig klingende Gesang von Alexander wirkt sehr interessant und auch überaus grimmig, obgleich er überhaupt nicht energisch oder aggressiv ist. Im folgenden Verlauf wird das Lied hymnischer und es gibt Passagen mit atmosphärischer Keyboardbegleitung oder auch Akustikgitarre und Chorgesang. FLAMEN gelingt es dabei aber, nicht zu dick mit heidnischer Inszenierung aufzutragen. Die harmonischen Parts sind atmosphärisch und stimmungsvoll, in Teilen auch düster, aber in einem sehr angemessenem und für Pagan-Verhältnisse auch eher dezenten Rahmen.

Das zweite Lied Rex Occultus ist wesentlich eingängiger und über weite Strecken gar monoton, da sich die Melodik permanent wiederholt. Dadurch, und durch Alexanders eher gesprochene als gesungene Stimme, wirkt Rex Occultus sehr grimmig und ernst. Erst im Schlusspart des knapp zehn Minuten langen Liedes wird es harmonischer, indem man sphärische Klänge und eine Klargitarre arrangiert.

Supremo Die ist das erste Lebenszeichen von FLAMEN und enthält Pagan Black Metal, der nicht nur eingefleischte Vikinger ansprechen dürfte, da die Arrangements über weite Strecken eine Ernsthaftigkeit, Rohheit und Dunkelheit aufweisen, die eher dem Black Metal als Pagan Metal zuzuordnen ist. Paganeske Melodik gibt es aber trotzdem, nur nicht so aufdringlich und überschwänglich. Für die Freunde der älteren GRAVELAND Alben eine absolut empfehlenswerte Veröffentlichung, die sowohl auf CD als auch auf Vinyl erhältlich ist.

01. Intro: Sic volvere parcas
02. Supremo die
03. Rex occultus
04. Outro: Viae solitariae

http://www.hassweg-prod.com/

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