Fen – The Malediction Fields | 2009 | Code666 | CD | Black Metal

The malediction fields ist das Debütalbum der englischen Gruppe Fen, die atmosphärischen Black Metal spielt, wie er zurzeit wohl sehr angesagt ist. Mit den beiden ersten Titeln fährt die Band auf dieser Schiene auch noch ganz passabel. Verzerrter, ein wenig heiser klingender Kreischgesang wird mit grellen Gitarrenwänden und verschiedenen Tempi kombiniert. Hier und da sind klare Akustikparts zu hören. So weit ist alles noch im grünen Bereich, doch mit dem dritten Stück, Colossal voids, wird alles zunichte gemacht. Das achteinhalb Minuten lange Lied überrascht durch extrem seichte Klänge mit klarem Gesang und unverzerrten Gitarren. Ich habe nichts gegen solche Musik an sich, aber in dieser Kombination mit harschem Black-Metal-Gesang und grellen Gitarren empfinde ich diese Post-Rock-Einflüsse mehr als unpassend. Zumal der klare Gesang in Colossal voids sehr sanft und zerbrechlich wirkt, was mich gar nicht anspricht.

Und so geht es dann auch auf dem kompletten Album weiter. Es wechselt sich roher, durchaus guter Black Metal, mit einer Vielzahl an klaren und atmosphärischen Unterbrechungen ab. Mal ist es Post Rock, mal ist es Ambient und auch etwas Folk fehlt nicht. Diese Mischung gefällt mir gar nicht, obgleich die einzelnen Elemente für sich allein genommen durchaus etwas haben. Nur ist es die Vermischung, der Wechsel zwischen diesen Stilrichtungen, der mir missfällt. Ich bin mir sehr sicher, dass The malediction fields ein sehr erfolgreiches Album werden wird, weil Fen wohl genau das spielt, was viele derzeit hören wollen. Für Freunde von Bands wie Alcest oder Agalloch sicherlich empfehlenswert, auch für all jene, die atmosphärischen Black Metal generell mögen und solchen Vermischungen nicht so abgeneigt sind wie ich.

5/10
Aceust

01. Exile’s journey
02. A witness to the passing of aeons
03. Colossal voids
04. As buried spirits stir
05. The warren
06. Lashed by storm
07. Bereft

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