Deviator – Fehu Fohat Fire

Deviator - Fehu Fohat Fire

Deviator - Fehu Fohat FireMit DEVIATOR aus der Ukraine machte ich das erste Mal 2009 auf der Split-Kassette „On The Stub Of Fate New Life Will Not Grow“ Bekanntschaft. Dort waren DEVIATOR mit drei Stücken vertreten, dir mir recht gut gefielen. Das mir aktuell vorliegende Album „Fehu Fohat Fire“ ist nicht mehr ganz taufrisch, handelt es sich doch um eine Wiederveröffentlichung des ursprünglich 2012 veröffentlichten Albums.

Dennoch liegen zwischen der mir bekannten Split und dem Album drei Jahre. Überraschenderweise klingen die Lieder von „Fehu Fohat Fire“ jedoch primitiver und auch gänzlich anders. Stilistisch geht das Album mehr in eine abwechslungsreiche und melodische Black Pagan Metal Richtung, mit einer eigenwilligen sowie sonderbaren Umsetzung. Das Harte, Schnelle und Geradlinige der Split ist weitgehend passé, was in mir zunächst Irritation auslöste.

Zunächst ist da mit „Long Road To Salvation“ eine obligatorische ruhige Einleitung ehe dann „Cost Of Freedom“ mit einem schleppenden Rumpel-Rhythmus beginnt. Der Rhythmus wirkt holprig und das simple Riffing passt sich dem an. Dann ist da noch der ruhig vorgetragene, im Grunde gesprochene und heiser klingende Gesang, der das Ganze abrundet. Es ist ein seltsames Lied und hat nichts mit dem zu tun, was ich bisher von DEVIATOR kannte – was zugegeben nicht viel war. Dies ist einer der Fälle, wo sich das programmierte Schlagzeug wirklich nachteilig auswirkt.

Es ist aber nicht nur der Drumcomputer der für ungelenke Momente sorgt. Es ist die komplette Struktur, die zumindest gewöhnungsbedürftig ist. In „Way Of Warriors – Hymn To Immortals“ klappt es rhythmisch zwar besser, dafür ist das Lied mit einer Länge von über sieben Minuten jedoch zu lang. Vor allem die Strophen ziehen das Lied unnötig in die Länge. Die Instrumentalpassage im Mittelteil kann hingegen ob ihrer guten Atmosphäre überzeugen.

DEVIATOR sind ganz sicher tief um Untergrund verwurzelt und auch genau dort ist die Zielgruppe zu finden. „Fehu Fohat Fire“ ist nur strengen Fanatikern anzudienen. Das Album wirkt eher wie eine Demo und hat einen entsprechenden rumpligen und holprigen Charakter. Die ruhigen und atmosphärischen Passagen sind hingegen überraschend gelungen – die darf man gern ausbauen! Wer ein Herz für ukrainischen Untergrund hat, der darf DEVIATOR also gern unterstützen.

Deviator – Fehu Fohat Fire
2014 | Vacula Productions
CD | Black Metal

1. Long Road To Salvation
2. Cost Of Freedom
3. Way Of Warriors – Hymn To Immortals
4. Eternity Of Blood
5. My Thoughts They Have No Rest (Winter Depression Cover)
6. Burning Bridged Becomes Ashes

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http://hastner.wix.com/black-flame
http://vacula.com.ua/eng/index_eng.htm

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