Deströyer 666 – Cold Steel… For An Iron Age | 2002| Season Of Mist | CD | Black/Thrash Metal

Endlich! Das neue Album ist da. Es gibt auf Erden wohl kaum eine Band auf deren Erscheinungen ich mich so sehr voller Spannung aber auch Wermut freue wie auf Releases von Deströyer 666. Und um es gleich vornweg zu sagen. Cold Steel for an Iron Age ist ein absolutes Killer-Album. Definitiv. Da führt gar kein Weg dran vorbei. Egal ob man die Band nun schon seit Bestehen kennt, oder sie erst jetzt kennenlernt. Deströyer 666 verstehen es einfach auf jedem Album eine perfekte Symbiose der unterschiedlichsten Einflüsse zu vereinen und als eine perfekt homogene Mischung ihrer eigenen extremen Musik zu instrumentalisieren so daß man einfach nur Australian War Metal als passende Bezeichung wählen kann. Mit Cold Steel for an Iron Age gehen die Australier konsequent dort weiter, so sie vor zwei Jahren mit Phoenix rising (vorerst) aufgehört haben. Mit den Gitarren erzeugen sie wie seit eh und je eine unglaubliche Atmosphäre daß es nur eine wahre Freude ist zuzuhören. Ja, ich möchte gar nicht mehr aufhören mir diese Klänge anzutun, so grandios gehen sie ans Werk. Insgesamt unterscheidet sich dieses Album gerade durch eine gewisse Härte die durchgehend präsent ist. So hatte man auf den vorhergehenden Alben stets ein oder zwei Lieder dabei, die eher in eine harmonisch-ruhigere Ecke drifteten. Doch ist hier der Drift stets auf Sturm. Doch diest ist mit Steel for an Iron Age nicht der Fall. Hier wurden diese fast schon andächtigen Momente komplett in die aggressiv strukturierten Songs eingebaut. So verlore ich doch noch eine Träne als ich Phoenix rising das erste Mal höre, da ich ja noch das Meisterwerk Unchain the Wolves in den Ohren hatte. Doch dies ist nun nicht der Fall. Hier kann das Album sofort auf anhieb überzeugen und den Höre in den Bann ziehen.

Die Produktion ist sauber und ähnlich wie auf dem Vorgängeralbum, wirkt dabei aber absolut nicht überproduziert oder gar steril. Die Musik findet einen warmen und angenehmen Einklang von Gesang, Gitarre und Schlagzeug. Die Drums sind auf dem Album durchgehen im schnelleren Tempobereich ohne aber gleichzeitig wie ein Berserker zu wirken, der nur auf brutale Schnelligkeit wert legt. Das ist ganz und gar nicht der Fall. Es ist einfach ein schneller und gekonnter Schrittmacher der perfekt von den Gitarren in Szene gesetzt wird und durch den unverkennbaren Gesang betont und untermalt wird. Besonders eindrucksvoll kann man das beim Schlußlied Shadow vernehmen, das zwar nur ein Instrumental ist, es aber zweifelslos in sich hat.

Schreibe einen Kommentar