Demonic Slaughter – Dark Paths To Catharsis

Demonic Slaughter - Dark Paths to Catharsis

Demonic Slaughter - Dark Paths to CatharsisFür DEMONIC SLAUGHTER aus Polen ist das jüngst veröffentlichte „Dark Paths To Catharsis“ bereits das sechste Album, der 2006 von Xaos Oblivion gegründeten Band. Er ist auch die einzige Konstante des sich ansonsten stetig verändernden Gefüges. Sein Engagement in DEMONIC SLAUGHTER blieb mir bislang verborgen, doch unter seinem einstigen Soloprojekt XAOS OBLIVION begegnete er mir bereits mit dem 2012er Album „Nature’s Ancient Wisdom“.

Die zehn Lieder von „Dark Paths To Catharsis“ stellen jedenfalls rohen und düsteren Black Metal mit dünnem Klang dar. DEMONIC SLAUGHTER verbinden grimmige Rohheit mit atmosphärischen Elementen. Immer wieder gibt es an den Keyobards erzeugte Ein- und Überleitungen, was mich persönlich ein wenig langweilt. Diese wohl als düster und melancholisch, teils auch bombastisch und erhebend, erdachten Passagen sind einerseits viel zu ausgedehnt und andererseits zu platt. Doch das empfand ich schon immer so und es gibt ja bekanntlich viele andere, die das ganz anders als ich sehen.

Über den Black Metal ist zu erzählen, dass DEMONIC SLAUGHTER hier auf ein recht breites Spektrum zurück greifen. Es gibt langsame und harmonische Parts mit guten Gitarrenmelodien ebenso wie schlicht gehaltene Raserei. Rhythmisch und melodisch sind die Stücke durchaus abwechslungsreich, obgleich das Banner unter dem sich die Polen sammeln eben der raue Untergrund Black Metal ist. Kälte, Melancholie und eine gelegentliche dreckige Attitüde treffen aufeinander. Oftmals ist der Black Metal schlicht gehalten, was vor allem für die schnellen Parts gilt, die rhythmisch und harmonisch auf ein Minimum reduziert wurden. Die langsamen und mittelschnellen Passagen hingegen sind detailreicher.

Allerdings vermisse ich das Zwingende. Während mich die atmosphärischen Instrumentalpassagen nun mal grundsätzlich langweilen, gelingt es DEMONIC SLAUGHTER leider nicht, mich mit dem Black Metal dauerhaft zu überzeugen. Vereinzelt gibt es natürlich gute Momente und einzelne Passagen, die mich durchaus ansprechen, ob ihrer gut angelegten Atmosphäre. Das sind dann immer Momente in denen das Tempo rausgenommen wurde und düstere und unheimliche Arrangements zum Tragen kommen. Doch solche Darbietungen sind relativ rar und gehen zwischen dem restlichen Material unter. Das Beste ist offen gestanden der Gesang von Xaos Oblivion, der ein raues und grimmiges Timbre aufweist. Sein Gesang ist ruhig und relativ gefühllos, was sehr interessant aber womöglich auch gewöhnungsbedürftig ist.

„Dark Paths To Catharsis“ ist ein Album, welches nur eingeschränkt zu empfehlen ist. Es ist nicht schlecht aber eben auch nicht besonders. Man muss den hier vorgetragenen Stil eben mögen. Wer sich für das Schaffen des umtriebigen Polen interessiert, der darf durchaus zugreifen. Alle anderen sollten besser über Bandcamp probehören.

Demonic Slaughter – Dark Paths To Catharsis
CD | Hass Weg Productions
2015 | Black Metal

1. Entering The Valley Of Mists
2. Dark Paths To Catharsis
3. Beyond The Blackest Nights
4. Through The Past Of Desolation
5. Black Rain
6. Grey Scum Funeral
7. Rituals Of Honour And Revenge
8. Between The Black Trees
9. Into The Cold Mountains
10. Awakening

http://hassweg-prod.com/

Schreibe einen Kommentar