Cruda Sorte – Innozenz | 2014 | Eternal Rabies Kult | Kassette | Black Metal

Vor rund einem halben Jahr beendeten CRUDA SORTE die sechsjährige Stille mit der Split „Nature Of Suffering“. Nun legt das Duo mit der Kassette „Innozenz“ nach, die ähnlich intensiv und emotional wie „Nature Of Suffering“ ist. „Innozenz“ ist ähnlich vielseitig und deckt ein breites Spektrum innerhalb des Black Metals ab. Bereits auf dem Splitalbum deutete sich die Abkehr des „traditionellen“ DSBM der Demo „Kapitel 2“ ab, diesen Schritt ist man weiter gegangen und so entpuppt sich „Innozenz“ als giftiges und vielschichtiges Werk.

CRUDA SORTE klingen zudem wieder etwas rauer. Der Klang ist scheppernd und grell, was vor allem während der schnellen Passagen für eine wüste aber auch harsche und aggressive Atmosphäre sorgt, zumal Nathanael schreit, faucht und kreischt was das Zeug hält. Aber ob aller aggressiven Raserei gibt es zahlreiche schleppende und mittelschnelle Parts, die düster und atmosphärisch sind. Manchmal erscheint das Werk wie ein Wechselbad der Gefühle, wo sich laut und leise, Aggression und Einkehr miteinander abwechseln. „Innozenz“ ist melancholisch, unheimlich, verstörend, emotional, intensiv und auch aggressiv. CRUDA SORTE spielen hier rohen sowie verdammt eigenständigen Black Metal, der trotz seines Hanges zu Dunkelheit und Melancholie völlig frei von billigen Klischees ist. Stattdessen sind abwechslungsreiche Strukturen und feine Harmonien zu hören, die sowohl desolat entrückt als auch zupackend und harsch sein können.

Was mir darüber hinaus ebenfalls sehr gut gefällt ist der gewählte, nämlich betont rohe Klang. Der Klang passt hervorragend zum analogen Tonträger, er spiegelt sowohl das Harsche und Aggressive als auch Schmerzerfüllte und Depressive sehr gut wieder. Wie schon „Nature Of Suffering“ ist auch „Innozenz“ intensiver, eindringlicher und auch eigenwilliger Black Metal.

1. Innocentia
2. Exsolutio
3. Confessio
4. Barathrum
5. Declaratio
6. Flamma

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