Blackdeath – Phobos | 2013 | Heidens Hart | CD | Black Metal

Mit Phobos veröffentlichten die Russen von BLACKDEATH unlängst ihr siebtes Studioalbum. Wer sie bisher nicht mochte, der wird sich auch durch Phobos nicht bekehren lassen. BLACKDEATH setzen ihre Entwicklung fort und so knüpft Phobos quasi am letzten Album Katharsis: kalte Lieder aus der Hölle an.

Ein wesentlicher sowie interessanter Aspekt an BLACKDEATH ist wohl das apokalyptische Konzept, welches von Anfang an auf jedem Album wiederspiegelt. Es wird der Untergang beschwört und neben Bezügen zur Bibel wurde der Text zu Also sprach Schöpfer-Psychopath von Johann Sebastian Bach inspiriert. Nicht minder interessant ist die musikalische Umsetzung dieser spannenden Thematik, da BLACKDEATH mittlerweile einen sehr eigenen und komplizierten Stil haben. Die Lieder sind komplex, dynamisch und verschachtelt. Sowohl harmonisch als rhythmisch gibt es viele Wechsel und Verschiebungen, aber auch gesanglich geben sich BLACKDEATH erneut variabel, so wird knurrend verzerrter Gesang mit Klargesängen kombiniert. Im Vergleich zu Katharsis ist die Entwicklung weiter fortgeschritten, Phobos ist noch wirrer und komplizierter ausgefallen.

Phobos ist kein einfaches Album, es benötigt – wie immer bei BLACKDEATH – eine gewisse Auseinandersetzung mit der Materie. Mir persönlich hat Katharsis auf Anhieb besser gefallen, da ich die Strukturen dort etwas einfacher und zugänglicher fand. Phobos ist obskurer Black Metal mit gewissen strukturellen Tendenzen des Avantgarde Black Metal, der vermutlich einen kleinen aber eingefleischten Kreis ansprechen dürfte.

01. Der letzte Untergang
02. Fauler Geruch
03. Also sprach Schöpfer-Psychopath
04. Lucifer rising
05. Sehnsucht nach meiner Heimat Saturn
06. Das Zähnefletschen des Engels (Phobos)
07. Die ersten Fröste im Paradies

http://www.nork.ru/blackdeath/index.html
http://home.kpn.nl/H.Peeks/

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