Battle Dagorath – Cursed Storm Of Ages | 2013 | De Tenebrarum Principio | CD | Black Metal

Mit BATTLE DAGORATH bin ich das erste Mal im vergangenen Jahr auf der Split Enshroudment Of Astral Destiny in Berührung gekommen, wo sie mich nicht wirklich umhauen konnten. Nun gibt es mit Cursed Storm Of Ages das dritte Album, welches so umfangreich geworden ist, das es als Doppel-CD kommt.

Diesmal jedoch, treffen BATTLE DAGORATH genau meinen Nerv, zumindest teilweise. Wenn man mit The Tomb Lies Deep Beyond At The End Of Time erstmal die ruhige und kosmisch anmutende, für mich total langweilige, Einleitung hinter sich gelassen hat, entschädigen BATTLE DAGORATH mit fantastischem Black Metal, der so kalt wie die endlosen Weiten des Universums ist. Das leise Schlagwerk tuckert rasend, die Gitarren tönen grell und verzerrt und der Gesang wird grotesk verzerrt geschrien, so dass er sich perfekt in wahnsinnige Geräuschkulisse einreiht. BATTLE DAGORATH wirken hier wie eine absolut perfekte Mischung aus DARKSPACE, PAYSAGE D’HIVER und BLUT AUS NORD. Die Lieder sind absolut düster und grimmig, dabei immer auch in einer gewissen Weise hasserfüllt und menschenfeindlich. Sphärische und harmonische Arrangements, zum Teil erhebend und majestätisch, wechseln sich mit rauschender sowie verstörender Raserei ab.

Cursed Storm Of Ages ist auf der ersten CD ein hochinfektiöses Album, welches mich mit seiner vereinnahmenden Atmosphäre sofort und unverzichtbar in seinen Bann zieht. Die dezenten, fast schon unauffälligen Gitarrenharmonien sind perfekt, ebenso der Kreischgesang als auch das Schlagwerk, welches einem sowohl minutenlange Monotonie als auch abwechslungsreiche Breaks und Variationen um die Ohren haut. BATTLE DAGORATH haben das Verhältnis von misanthropischer Monotonie, präziser Nähmaschinenraserei und kosmischer Melodik perfekt aufeinander abgestimmt. Die erste CD ist eine großartige Verschmelzung verschiedener Stimmungen, die pure Essenz tiefster und schwärzester Emotionen.

Die zweite CD beginnt erneut mit einer langweiligen, ruhigen Ambienteinleitung. Doch auch danach bleibt es verhältnismäßig ruhig und atmosphärisch. Awakened By The Spell Of The Wind ist ein langes, ruhiges Stück, in dem neben den Windgeräuschen sehr viel Keyboard zu hören ist. Irgendwann kommt dann das sehr schleppend gespielte Schlagwerk hinzu, was dann ziemlich schwermütig wirkt. Ebenfalls recht harmonisch und atmosphärisch ist das direkt nachfolgende Interdimensional Passageway Between Worlds, wo BATTLE DAGORATH mittelschnell spielen und viele sphärische Melodien verbreiten. Das ist nicht schlecht, hat aber bei weitem nicht mehr den Gänsehautfaktor der ersten CD. Erst mit Myth Of The Cold Ghost Sea, also kurz vorm Ende der zweiten CD, kehren BATTLE DAGORATH wieder ein wenig zur Stärke und bohrenden Eindringlichkeit der ersten CD zurück, auch wenn das Lied nicht ganz so grimmig und verstörend ist.

Ein wenig scheint es so, als hätten BATTLE DAGORATH das Album in zwei Kapitel aufgeteilt. Das erste Kapitel strotzt nur so von verstörender und schwärzester Negativität, während das zweite Kapitel mehr Licht besitzt und wesentlich bekömmlicher ist. Mir gefällt die erste CD weitaus besser, da ich das dort Gebotene fantastisch und perfekt finde. Die zweite CD ist natürlich nicht schlecht, besitzt gar epische Klanglandschaften doch mag ich das Extreme und Radikale, wie auf CD 1, einfach lieber. Trotzdem ist Cursed Storm Of Ages ein Meisterwerk in Sachen Ambient Black Metal, und wer die oben genannten Bands mag, darf sich das Album auf keinen Fall entgehen lassen.

01. The tomb lies deep beyond at the end of time
02. Cloud, shadow, earth & flesh
03. Processional across dreamed landscapes
04. Macrocosmic haunting vision
05. The infinite darkness awaits
06. Awakened by the spell of the wind
07. Interdimensional passageway between worlds
08. Myth of the cold ghost sea
09. The last dying winter

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