Aschefall – Alptraumsymphonien | 2005 | Eigenproduktion | CDR | Black Metal

Als der Alptraum begann… ist ein guter Einsteig in dieses erste Demo von Aschefall. Nach einer kurzen und gut gespielten Piano-Einführung beginnt das eigentliche Lied mit einem schnellen, eingängigen Takt und einer grell verzerrten Gitarrenwand. Diese Klang- und Spielweise der Gitarren wird die ganze Zeit über beibehalten, was für eine intensive und konstante Atmosphäre sorgt. Als der Alptraum begann… bleibt jedoch nicht so stampfend und schnell, rhythmische Variationen wurden eingeflochten und auch die Gitarren zeigen sich phasenweise recht spielfreudig und abwechslungsreich. Mit Feuerwald geht es ähnlich weiter, wobei bei diesem instrumentalen Stück vor allem die Gitarren alleine für jegliche Stimmung und Abwechslung sorgen. Es gibt zwar einige wenige Rhythmuswechsel, doch diese fallen kaum auf. Das liegt auch daran, dass das Schlagzeug oft hinter dieser immer präsenten Gitarrenwand untergeht.

Die beiden folgenden Lieder Im Rausch der Tiefe und Schwarze Puppen sind da anders, sie enthalten Text und Gesang und vor allem Im Rausch der Tiefe besitzt sehr interessante und unterschiedliche Strukturen. Zwar sind die Gitarren auch hier wieder im Mittelpunkt, doch halten Aschefall hier ständig etwas in Bewegung. Ruhigere und auch teilweise sehr düstere Melodien und Passagen wechseln sich mit schnellen eingängigen Strecken ab und auch der stark verzerrte Gesang, der selten zu hören ist, gibt dem ganzen eine gelungene, morbide und durchaus abwechslungsreiche Note. Schwarze Puppen ist ebenfalls ein sehr gelungenes und überzeugendes Lied, vor allem weil man hier die sprechende Stimme von Klaus Kinski hört. Aschefall haben es sehr gut hinbekommen, Kinskis Stimme mit ihrer Musik zu verknüpfen und seinen Text musikalisch zu begleiten. Es hat eine sehr eigene und (be)drückende Atmosphäre.
Abgeschlossen wird Alptraumssymphonien mit dem Stück Blutpolka, welches sich von den anderen vier Liedern deutlich unterscheidet. Vermutlich ist es ein älteres Stück aus einer früheren Schaffensperiode, denn es ist klanglich wie auch strukturell ganz anders, einfacher und rockiger und das Soli das anfangs zu hören ist klingt irgendwie billig.

Wenn man von Blutpolka mal absieht, haben Aschefall mit Alptraumssymphonien ein sehr interessantes und ansprechendes Demo veröffentlicht. Vor allem bei den Liedern Im Rausch der Tiefe und Schwarze Puppen werden die Möglichkeiten und das Potential deutlich.

01. Als der Alptraum begann…
02. Feuerwald (Visionen von Blut, Feuer und Asche)
03. Im Rausch der Tiefe
04. Schwarze Puppen
05. Blutpolka

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