Arckanum – Antikosmos | 2008 | Debemur Morti | CD | Black Metal

Legendär sind die ersten drei Alben, von denen das letzte vor 10 Jahren erschien. Mit Antikosmos meldet sich eine große schwedische Gruppe zurück. Und das besser und eindrucksvoller, als es so manche EP-Veröffentlichung vor einigen Jahren hätte vermuten lassen. Es steht natürlich außer Frage, Arckanum hat sich verändert und Antikosmos ist mit den früheren drei Alben nicht (mehr) zu vergleichen.

Antikosmos ist ein sehr treibendes und kraftvolles Album, auf dem die Gitarren, das Schlagzeug und der Gesang wunderbar miteinander harmonieren. Sowohl Klang, Lautstärke und Rauheit wurden perfekt aufeinander abgestimmt, was dem flotten Spiel Arckanums sehr zu gute kommt. Was mich an Antikosmos allerdings am meisten überraschte, ist eine teilweise auftretende Ähnlichkeit zu früheren Werken von Sólstafir. Ganz besonders treten diese Änlichkeiten in Røkulfargnýr zutage. Das Schlagzeugspiel, das sehr druckvoll, wuchtig und peitschend ist, der rau heisere Gesang und die grelle Melodieführung erschaffen eine ganz spezielle Atmosphäre, wie ich sie nur von Sólstafir her kenne. Es ist eine anarchistisch und dreckig wirkende Atmosphäre, die aber dennoch einer geordneten und klaren Struktur folgt.

Aber auch alles andere an Antikosmos überzeugt. Es stimmt einfach alles, ob es nun das Gitarrenspiel ist, welches einfache aber wirksame Harmonien erzeugt, die sowohl melancholisch als auch trotzig, rau und giftig sind. Oder das mannigfaltige Spiel am Schlagzeug, das ebenfalls sehr hörenswert ist, da sich Arckanum nicht nur auf einen einfachen Takt beschränkt, sondern die Möglichkeiten der Rhythmusmaschine voll auskostet.

Antikosmos ist ein wunderbares Album, das hart und kraftvoll, fies und chaotisch, aber eben auch immer einen Ticken harmonisch ist.

8/10
Aceust

01. Svarti
02. Dauðmellin
03. Røkulfargnýr
04. Blóta loka
05. Nákjeptir
06. Eksortna
07. Sú vitran
08. Formála

http://www.arckanum.se/

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