Altar Of Perversion – From Dead Temples | 2003 | Drakkar Productions | CD | Black Metal

So pervertiert ihr Altar auch sein mag, so anspruchsvoll ist das Werk From dead temples. Eine nahezu glasklare und saubere Produktion bekommt man zu hören die den Gehalt der Musik voll zur Geltung bringt. Die Lieder sind allesamt von einer längeren Spieldauer, und diese wurde dazu genutzt an einem ausgereiftem und tiefgreifendem Songwriting zu arbeiten. Eine wahre Klangwand von – wohl – überlagerten Gitarren bricht über einem herein, gut bei The wisdom of evil zu hören. Dabei verkommen die Gitarren aber zu keinem undurchsichtigen Brei, sondern bleiben klar und differenziert in ihrer Harmonie und Melodie. Dazu trägt auch die gelungene Abmischung bei, die dazu führt das keine Spur und kein Instrument zu laut ist und andere in den Hintergrund drängt und nervend überlagert. Vom Gesang über das Schlagzeug bis hin zu den Saiteninstrumenten ist alles deutlich zu hören und man kann unangestrengt den Italienern zuhören.

In den einzelnen Titeln sind viele Gitarrenmelodien versteckt die der Atmosphäre – eher unterschwellig oder beiläufig – einen Auftrieb und behagliche Abwechslung verleihen. Da die Lieder nicht alle von einer einzigen Sitzung sind, gibt es klangliche und atmosphärische Unterschiede auf dem Album. Ab dem vierten Stück geht es produktionstechnisch zwar etwas rauer und schneller zur Sache, dafür sind die Lieder aber streckenweise melodisch offensiver und dennoch brutaler.

Durch die Zusammenstellung verschiedener Aufnahmesitzungen entsteht aber nicht der – zumeist billig wirkende – Charakter einer CD mit den bisher besten Lieder; sondern gegenteilig, ein Charakter der das Werk gut ausgewählt in zwei Hälften respektive Akte aufteilt.

01. Sheitanhas
02. The wisdom of evil
03. Aeongrave
04. Behold the altar of perversion
05. Necromantia sexualis
06. Burningcoldvoiddemon
07. From dead temples

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