Zwartplaag – Haatstorm | 2010 | Thor’s Hammer Productions | CD | Black Metal

Nach drei Demos und einer Promo gibt es von Zwartplaag nun das erste Album. Mit einer Spielzeit von knapp 60 Minuten ist Haatstorm alles andere als kurz, was sich auch in der Länge der einzelnen Stücke niederschlägt, die im Schnitt alle zwischen sechs und sieben Minuten lang sind. Wie der Albumname bereits ein wenig suggeriert, spielen die Niederländer grimmigen Black Metal, der allerdings gar nicht so brutal und hasserfüllt ist, wie man angesichts des Namens vermutet. Stattdessen sind die Lieder vor allem durch die hellen und grellen Gitarren gekennzeichnet, deren riffbetontes Spiel für die gesamte Atmosphäre prägend ist. Die Gitarren sind permanent in Bewegung, einfache monotone Riffs stellen die Ausnahme dar, selbst bei schnellen Brachialparts gibt es oft spielerische und erstklassige Riffs zu hören, die vereinzelt sogar die eisige Klasse von Lugubres „Anti-Human Black Metal“ erreichen. Und obwohl Haatstorm relativ schnell, harsch und grimmig beginnt, entwickelt sich das Album im Verlauf zu einem durchaus abwechslungsreichen Werk, in dem es immer wieder langsamere und leicht melodische Passagen zu hören gibt. Ein weiteres markantes Merkmal neben dem Gitarrenspiel ist der Gesang, der laut, kehlig und organisch ist, was Härte und Aggressivität versprüht.

Musikalisch gefällt mir Haatstorm auf Anhieb, da der Black Metal grundsolide ist und die Riffs wirklich gut sind, ohne dabei zu melodisch zu wirken und stattdessen eisig kalt sind. Rhythmisch gibt es, wie bereits angedeutet, gleichfalls Abwechslung. Eingängig schnelle Raserei wird ebenso geboten wie mittelschnelles Spiel und auch der eine und andere schleppende Part fehlt nicht. Klanglich liegt das Ganze auch voll im Soll, wobei der Gesang vielleicht den Hauch einer Spur zu laut ist und dem Schlagwerk etwas mehr Druck gut stehen würde. Aber das sind nur minimale Auffälligkeiten die kaum ins Gewicht fallen, zumal der Klang klar und differenziert ist. Wer schnellen und riffbetonten Black Metal mag, beispielsweise Lugubre, ist hiermit bestens beraten. An die Härte und Brutalität von Lugubre reicht Zwartplaag allerdings nicht heran. Dafür ist Haatstorm aber vom ersten bis letzten Lied ein atmosphärisch sehr stimmiges Album.

8/10
Aceust

01. Intro
02. Forgotten tower of the moon
03. Countess if blood
04. Nachtkwaad
05. Last stronghold of eternal hate
06. Imperial death march
07. Winds of desecration and lust
08. Den plaag geleden
09. Haatstorm
10. Outro

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