Zora – Gore | 2010 | Bloodred Horizon Records | CD | Death Metal

Zora ist ein italienisches Dreiergespann, welches sich dem Death Metal mit gehörigem amerikanischen Gore-Einschlag gewidmet hat. Das mit Gore simpel betitelte Album ist das Debütalbum und wurde bereits 2007 aufgenommen, ehe es nun zur Veröffentlichung kam.

So einfach der Name der Platte ist, so einfach ist auch die Musik von Zora. Gore ist einfach Death Metal, wie man ihn so und ähnlich bereits unzählige Male zu Gehör bekam. Zora probiert nichts Neues oder Originelles, was bei einigen Leuten vielleicht für Unmut sorgt, mir jedoch gefällt. Die Lieder sind zwei bis drei Minuten lang, rhythmisch abwechslungsreich und die Gitarren schmettern trockene Riffwände. Dualen Gesang gibt es auch zu hören, der mir gut gefällt. Dunkel, tief und kehlig ist er, eben “gore”. Manchmal sind die Lieder angenehm druckvoll, treibend und mit Schwung. Andere Lieder hingegen wirken klanglich phasenweise etwas dünn und blass, vor allem dann, wenn man an den Gitarren lockere, schnelle Riffs spielt. Dann wirkt Zora etwas zu harmlos. Dies ist übrigens das größte Manko der Scheibe. Obwohl es temporeiche Passagen und Breaks gibt, fehlt es der Musik in der letzten Konsequenz an Brutalität und echter Härte. Es gibt gute Ansätze, man hält die Waage zwischen technischen Frickeleien und Geradlinigkeit. Doch auf die Dauer verlieren sich die guten Ansätze in Belanglosigkeit.

Gore ist also eine durchschnittliche Genre-Veröffentlichung, die ausschließlich bei echten Anhängern auf Anklang finden dürfte. Normalen Hörern des Death Metals wird Zora somit zu langweilig und durchschnittlich sein.

5/10
Aceust

01. Hipocrisy
02. Humanimals
03. R.I.P.
04. Sign your body
05. Gore
06. Hate me
07. Kill who kill you
08. Enslaved by the pigs
09. Escape
10. Pachidermik

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