Zombiefication – Procession Through Infestation | 2014 | Doomentia Records | CD | Death Metal

Das mexikanische Duo ZOMBIEFICATION spielte kürzlich eine Tour quer durch Europa und im Anschluss ist mit „Procession Through Infestation“ das bereits dritte Album der 2009 gegründeten Band erschienen. Gänzlich unbekannt dürften die Mexikaner, die schwedischen Death Metal der alten Schule spielen, also nicht mehr sein.

Das dritte Album kombiniert einen relativ rauen Klang mit abwechslungsreichen Strukturen. Sowohl rhythmisch als auch melodisch agieren ZOMBIEFICATION überaus vielfältig. So gibt es sehr brachiales Geballer, direkt und brachial, als auch schwungvolle mittelschnelle Parts und sehr düstere Riffs. So etwas wie Monotonie findet nicht statt, da die Lieder sich oft und in recht kurzen Abständen verändern. Neben direkten und geradlinigen Parts gibt es auch immer wieder komplexe und verschachtelte oder melodische Passagen. Manch eine Passage gefällt mir richtig gut, etwa dann, wenn man wie in „Infestation“ das Tempo rausnimmt und düstere, atmosphärische Gitarrenmelodien und ein dreckiges Soli spielt. An solchen Stellen klingen ZOMBIEFICATION richtig schön düster und morbide. Allerdings habe ich mit dem Gesang meine Schwierigkeiten. Der Gesang ist variabel, Mr. Hitchcock grunzt also nicht nur stumpf vor sich hin, sondern deckt ein relativ breites stimmliches Spektrum ab. Die Vielfalt in aller Ehre, aber mir gefällt der Gesang nicht, ich hätte mir eine etwas härtere oder morbidere Stimme gewünscht.

„Procession Through Infestation“ ist ein verdammt vielfältiges Album, auf dem nahezu permanent etwas in Bewegung ist. Die immense Abwechslung sorgt natürlich für große Eigenständigkeit, doch mir ist es etwas zu viel. Für meinen Geschmack hätte es ruhig etwas mehr Direktheit und Härte geben können.

1. Procession
2. The Never Ending Quest
3. Possession
4. Crossing The Rite
5. Infestation
6. The Divine Door
7. Oppression
8. The Blackest Light

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