Xerión / Omendark / Nakkiga – Ipar Basoetan / Na Fraga Do Norte | 2005 | Oniric | CD | Black Metal

Xerión sind mittlerweile keine ganz Unbekannten mehr. In den vergangenen beiden Jahren haben sie mit den Splits mit Foscor sowie Cryfemal und dem Demo A harpa do guerreiro für Aufmerksamkeit gesorgt. Auch auf dieser Veröffentlichung zelebrieren die Spanier ihren Pagan / Black Metal mit Einflüssen der galizischen Folklore. Diese Verschmelzung zu einem eigenen Stil ist Xerión wieder gut gelungen. Die Elemente der galizischen Folklore schimmern zwar immer wieder kräftig aber auch mal eher sanft und dezent durch, dies jedoch in einem angemessenen Maße. Die harten und aggressiven Anteile des Metals kommen insbesondere bei dem ersten Titel O diaño das tebras nicht zu kurz, der um Längen schneller und brachialer ist als Madrigal da lúa. Bei dem kurzen Baixo os agoiros da nocturna luz divina handelt es sich dann nur noch um ein ruhiges Outro.

Omendark aus dem spanischen Teil des Baskenlands kommen in ihren Stücken weitgehend ohne traditionellen Folk samt den dazugehörigen Instrumenten aus. Weite Strecken ihrer Stücke sind relativ reinrassiger Black Metal, der straff und schnell aufgezogen ist, wo flinke Gitarren und der Gesang dominieren. Aufgelockert werden diese Passagen durch ruhigere Phasen mit schön gespielten Melodien die zum Teil regionalen Ursprungs sind. Ruhiger und folklastiger geht es bei den Basken in den kurzen Zwischenstücken zu, die zwischen jedem „richtigen“ Lied platziert worden sind. Deshalb sind Omendark auch mit doppelt so viel Liedern vertreten.

Ebenfalls aus dem spanischen Baskenland kommen Nakkiga, die den rohsten und eindringlichsten Beitrag zu dieser Split-Veröffentlichung liefern. Einerseits verzichten sie vollständig auf Folklore in ihrer Musik, andererseits spielen sie viel rauer und ungeschliffener. Das erste Stück Naglimund ist durchgehend langsam und schleppend strukturiert, bietet darin aber sehr interessante Facetten was zu einer ganz speziellen Atmosphäre führt. Mit Haritzaren semeak (Arimen guda) verhalten sich Nakkiga schneller, eingängiger und aggressiver. Insbesondere zum Ende hin zeigen die Basken ihre Qualitäten; sehr schnelles und abwechslungsreiches Spiel, dass sehr gitarrenbetont ist und vom gut gespielten Schlagzeug begleitet wird. Ein weiterer Pluspunkt ist der grell verzerrte Gesang, der gerne auch mal leicht hysterisch bzw. sehr emotional anmutet, wie etwa Shining – um einen Vergleich anzuführen.

Ipar basoetan / Na fraga do norte ist eine sehr interessante und gelungene Erscheinung, mit drei unterschiedlichen Gruppen einer Region, die alle für sich genommen überzeugen können. Erschienen ist das Ganze in einer Auflage von 500 Einheiten.

XERIÓN
01. O diaño das tebras
02. Madrigal da lúa
03. Baixo os agoiros da nocturna luz divina

OMENDARK
04. Jainkoen oihartzuna
05. Aetas bellum autrigonum
06. Izena duen guztia omen da
07. Ipar basoetan
08. Kixmiren heriotza
09. Jentilen egunsentia

NAGGIKA
10. Naglimund
11. Haritzaren semeak (Arimen guda)
12. Erio

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