Wytchscythe – Satanyk Heavy Metal | 2004 | Eigenproduktion | CDR | Black Heavy Metal

Herrlich, der Name dieses Demos sagt ja im Prinzip schon alles. Selbstverständlich ist der Name hier Programm! Die Männer aus Nordrhein-Westfalen sind durchaus auch dem schwarzmetallischen Untergrund zugetan, mit Wytchscythe präsentieren die Mannen aber eine andere Seite metallischer Musik und lassen sich vor allem vom Metal aus den 80ern inspirieren. Schon die Optik ist sehr verheißungsvoll – das handgezeichnete Motiv auf der Front deutet schon an, daß Wytchscythe ganz bewußt mit dem Klischee spielen und das ausreizen. Ich kann nur sagen, daß es bestens funktioniert und das ist positiv gemeint.

Satanyk Heavy Metal stammt aus dem Jahr 2004 und beinhaltet 3 Lieder, wobei beim ersten Stück der Einklang mit inbegriffen ist. Das gute Stück kommt somit auf eine Spielzeit von knapp 15 Minuten. Die Musik ist, genau wie es der Name des Demos vermuten läßt, ganz traditioneller Heavy Metal. Die Anzahl der Gruppen, von denen man sich inspirieren ließ, ist derart groß, daß ich eigentlich nur Mercyful Fate hervorheben möchte, um einen groben Anhaltspunkt zu geben. Man sollte natürlich beachten, daß die Warryors von Wytchscythe total im Untergrund verwurzelt sind und das hört man der Musik an. Das heißt, ich könnte jetzt einige Zeilen füllen, wo vielleicht klangliche Defizite liegen, aber das ginge total am Geist dieser Musik vorbei. Laßt es mich also kurz und knapp so formulieren: Man könnte sicherlich noch eine klangliche Verbesserung anstreben, ohne die eigene Authentizität zu gefährden, wer aber mit untergrundtypischem Demoklang vertraut ist, der dürfte mit Satanyk Heavy Metal überhaupt keine Probleme haben. Die Lieder selbst sind allesamt knackig und prägnant. Momentan ist mein Favorit das Stück Cycle of demonyk Mastery, wobei die anderen beiden Stücke diesem in nichts nachstehen. Authentischer Metal von echten Fanatikern, genau wie er sein sollte. Sicherlich sitzt nicht jeder Ton perfekt, aber das macht den Democharme ja irgendwie auch aus.

Alles in allem eine wirklich gute Demoveröffentlichung! Aber Vorsicht: Das ist nichts für Leute, die gerne glattgebügelten Metal hören, der von Drachen und zauberhaften Feen handelt, bei Wytchscythe trägt die Fee nämlich nur einen Patronengurt, hehe. Das Material ist auf jeden Fall eine Empfehlung für Freunde der alten Schule! Da Lesen gut ist, Hören aber viel besser, könnt Ihr Euch das Material kostenlos und legal direkt von der Band selbst runterladen – klickt hierzu auf den Verweis links neben der Rezension und schaut dort bei den Blogeinträgen nach. Die Demogestaltungen zum Drucken für die Formate CDr und Kassette sind ebenfalls inklusive, Ihr könnt Euch also damit Euer eigenes Demo für die Sammlung basteln. Hoffentlich erscheint dieses Jahr noch – wie angekündigt – neues Material, ich warte sehnsüchtigst! Für dieses schwermetallische Kultdemo kann es folgerichtig nur eine Bewertung geben!

6,66/10
Der Einsiedler

01. Pandaemonyum / Wytchscythe
02. Cycle of demonyk mastery
03. Sell your soul for Heavy Metal

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