Wreck Of The Hesperus – Light Rotting Out | 2011 | Aethetic Death | CD | Funeral Death Doom

Light Rotting Out ist das zweite Album der irischen Funeral-Doom-Band Wreck Of The Hesperus. Das Debütalbum The Sunken Threshold erschien 2006 und seitdem gab es einige Demos und Split-Veröffentlichungen. Light Rotting Out beinhaltet zwar nur drei Titel, doch kommt das Album dennoch auf eine Spielzeit von knapp 42 Minuten. Bisher kannte ich Wreck Of The Hesperus noch nicht, weshalb ich auch keine Vorstellung von der Musik hatte. Wreck Of The Hesperus ist zwar im Funeral Doom beheimatet, doch ist die Spielweise der Iren speziell. Denn mit Gruppen wie Nortt, Shape Of Despair oder auch Evoken hat Wreck Of The Hesperus nicht viel gemeinsam. Dazu sind die drei Lieder zu dreckig, zu verstörend und abgedreht. Light Rotting Out ist bizarrer Funeral Doom mit unheilvollen und sehr düsteren Einlagen, aber auch Doom, der sonderbar, grimmig und rau ist. Ganz so roh und dreckig wie Rigor Sardonicous ist Wreck Of The Hesperus hingegen nicht. Phasenweise sind auch sehr dezente und düstere Keyboardklänge zu hören, diese sind aber sehr dunkel und tief und fallen deshalb auch kaum auf.

Bereits das erste und zugleich auch kürzeste Lied Kill Monument weiß durch eigenwillige Arrangements zu gefallen. Die tiefen, dunklen Saiteninstrumente und das scheppernde Schlagwerk ertönten zwar ob des rohen Klanges druckvoll und mächtig, werden aber auch immer wieder von sehr leisen Passagen aufgelockert, in denen lediglich das Ausklingen eines Saitenanschlages oder knarzige und grimmige Gurgellaute zu hören sind. Die Stimme ist überhaupt ein sehr markanter Bestandteil der Musik. Sie ist durchaus facettenreich und bietet mehr als nur das tiefe Gegurgel, bleibt aber stets im Rahmen des Funeral Dooms. Gern gibt es auch zwei Stimmen gleichzeitig zu hören, was dann mit den lauten Instrumenten zusammen für bizarre Krachmomente sorgt. Da fällt mir auch immer wieder der Klang der Instrumente auf, der zwar bewusst etwas schroff und roh ist, aber perfekt zur Musik und den skurrilen, bösen Kompositionen passt. Light Rotting Out ist also kein Album für Freunde von glatten, klaren Klängen. Stattdessen ist Light Rotting Out in gewisser Weise nicht nur roh sondern darüber hinaus stellenweise auch sehr laut, was verstörend und abgedreht wirkt. Mir gefällt das gut. Wer auf dreckigen, bizarren und abgedrehten Funeral Death Doom steht, ist mit Light Rotting Out bestens beraten.

8/10
Aceust

01. Kill monument
02. Cess pit people
03. Holy rheum

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