Wintermoon – Kingdom Of Hate | 2003 | Eigenproduktion | Kassette | Black Metal

Wintermoon ist dem Demo nach zu beurteilen, wohl eine sehr strenge und puritanische musikalische Selbstverwirklichung von Argathon, der nur für die Aufnahme auf einen Aushilfsschlagzeuger zurückgriff. Die vier Lieder sind allesamt sehr rau und düster gehalten. Kingdom of hate hört sich nicht nur wie ein richtiges Demo an sondern konzentriert sich zugleich auf die Zelebrierung von anstandslosem und Hass geschwängerten Black Metal. Die Titel sind zwar im Grunde einfach und schlicht gehalten, verlieren sich aber nicht in einem identitätslosen Aufreihen von künstlich generierten Liedern die Misanthropie verheißen. Trotz der zunächst etwas fahl auftretenden Atmosphäre erschließt sich beim Hören – der langen – Titel durchaus, dass Argathon beim Schreiben der Musik Elemente produziert hat, die Kingdom of hate von plumpen und einfallslosen Veröffentlichungen unterscheidet. Klanglich bewegt sich alles natürlich, passend zur Musik, in einem einfachen aber ehrlichen Gewand. Hier und da gibt es Defizite was Lautstärkeanpassung einzelner Spuren angeht, aber das ist nicht störend für das Demo. Abschließend bleibt zu sagen, das besonders die gesangliche Leistung – die zwar primär im Vordergrund steht – sehr interessant ausgefallen ist und für positive Überraschungen gut ist.

01. Kingdom of hate
02. The meaning of life
03. Cleansing revenge
04. The dark chamber

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