Vyre – The Initial Frontier Part II | 2014 | Supreme Chaos Records | CD | Black Metal

„The Initial Frontier Part II“ ist wieder eines jener Werke, welches man entweder liebt oder hasst. Viel dazwischen dürfte es wohl nicht geben. Denn VYRE aus Bielefeld, die sich zum Teil von Ehemaligen von EÏS zusammensetzen, spielen modernen, atmosphärischen und experimentellen Black Metal. Dies mag man oder man mag es nicht. Spielen können die Musiker, daran besteht kein Zweifel. Handwerklich ist „The Initial Frontier Part II“ ein rundum gelungenes Werk, über alles weitere entscheidet der persönliche Geschmack.

Und meinen Geschmack treffen VYRE nicht. VYRE haben in ihrer Musik nämlich etwas Spezielles, was ich schon bei SECRETS OF THE MOON und SATYRICON nicht mochte. Nämlich eine besondere trockene und technische Art Riffs und Melodien zu spielen, die ich als steril empfinde und die es auch schon bei GEÏST zu hören gab. Das passiert natürlich nicht unentwegt, oftmals ist das Riffing auch atmosphärisch, flüssig und organisch, aber nicht immer. Es sind aber nicht nur vereinzelte Riffs die mir missfallen, es ist das abwechslungsreiche und atmosphärische Konzept, an dem ich mich stoße.

VYRE spielen nämlich nicht einfach nur modernen und melodischen Black Metal, es gibt bombastische orchestrale Begleitungen, die so manches Mal an Filmmusik erinnern, Keyboard und Klargesang. Für sich genommen sind die einzelnen Elemente allesamt überzeugend, aber in der Summe ist es mir zu viel. Die Kombination aus modernem Klang, ausgefeilter Strukturen und einer dezidierten melancholischen Atmosphäre sagt mir nicht sonderlich zu.

Auf ihrem zweiten Album klingen VYRE für mich wie eine durchaus eigenständige und vielseitige Mischung aus ARCTURUS, SECRETS OF THE MOON, GEÏST und SONIC REIGN. Wer es melodisch, atmosphärisch und bombastisch aber auch technisch und komplex mag, der sollte „The Initial Frontier Part II“ ruhig probieren. Freunde der traditionelleren und direkteren Klänge sollten VYRE jedoch meiden.

1. Naughtylus
2. Diabolum Ex Machina
3. RDR 66
4. For Carl
5. Neutronenstern

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