Vihan Messu – Kaste Mustassa Tulessa

Vihan Messu - Kaste Mustassa Tulessa

Vihan Messu - Kaste Mustassa TulessaDie finnische Einmannband VIHAN MESSU dürfte hierzulande noch weitgehend unbekannt sein, obwohl sie bereits 2003 von Henri Raekallio gegründet wurde und der einsame Wolf es auf zahlreiche Aufnahmen brachte. Jedoch erst jetzt kam es zu den zwei ersten offiziellen CD-Veröffentlichungen. Den Anfang macht „Kaste Mustassa Tulessa“, welches in gewisser Weise eine Zusammenstellung älteren Materials ist, das von Raekallio aber für diesen Tonträger komplett neu eingespielt wurde, da er mit der Klangqualität der Originalaufnahmen unzufrieden war.

Ich bin positiv von VIHAN MESSU überrascht, angesichts der Tatsache dass es sich hier um eine Einmannband handelt, die seit 2008 mindestens ein Album pro Jahr raushaut. Die dreizehn Lieder sollen zwischen 2009 und 2011 veröffentlicht worden sein, einige sind aber schon früher aufgenommen worden. Dennoch hört und fühlt sich das Werk sehr homogen und stimmig an. Da hat es sich tatsächlich mal gelohnt alles noch mal neu einzuspielen. Die Stücke sind aber nicht nur klanglich aus einem Guss, auch stimmungstechnisch und spielerisch sind sie nahe beieinander.

Der Finne spielt kalten und melancholischen Black Metal. Mit schnödem DSBM hat das hier Dargebotene aber nichts zu tun. Ich bin von den kalten Gitarrenmelodien sogar richtig angetan. Raekallio hat ein Talent für subtile Harmonien, die unauffällig im Hintergrund stehen und dadurch eine prägende Präsenz haben. Die Melodien sind überschaubar und schlicht, deshalb aber zugleich so wirkungsvoll und mitunter fast schon hypnotisch. Überdies gefällt mir nicht nur die Art und Weise wie er die Saiten spielt, mir gefällt auch der Klang der Gitarren. Die Gitarren haben einen typischen nordischen Klangcharakter, der einerseits das Harmonische in den Mittelpunkt rückt, andererseits aber eben auch betont rau ist.

In einigen Liedern kommt sogar die Bassgitarre mächtig zur Geltung, was ich gleichfalls positiv bewerte. Sogar das programmierte Schlagzeug kann sich hören lassen. Die zumeist mittelschnellen aber dennoch treibenden Rhythmen enthalten nicht die volle Vielfalt eines altgedienten Schlagzeugers, aber Raekallio hat sich viel Mühe gegeben den Drumcomputer möglichst menschlich und organisch klingen zu lassen. Natürlich klingt es bisweilen etwas statisch, aber dies fällt angesichts des absolut stimmigen Gesamtpakets gar nichts ins Gewicht.

„Kaste Mustassa Tulessa“ ist eine gelungene Veröffentlichung, die wesentlich besser ist als ich vorab erwartete. Einziger Kritikpunkt den ich anbringen kann ist die Gleichförmigkeit und Länge. Mit rund 68 Minuten ist das Werk nicht gerade kurz und da sich die Lieder alle relativ stark ähneln sind sie sich auch atmosphärisch sehr ähnlich, was auf die Dauer etwas langatmig und eintönig wird, obgleich die einzelnen Lieder wirklich gut sind.

Trotzdem: „Kaste Mustassa Tulessa“ ist gut gemachter kalter, finnischer Black Metal mit schönen subtilen Harmonien. Das Album ist überhaupt nicht aufdringlich, es wirkt unterschwellig aus dem Verborgenen.

Vihan Messu – Kaste Mustassa Tulessa
CD | Patologian Laboratorio Productions
2016 | Black Metal

1. Elämän päättymisen palossa
2. Tyhjyys kylmänä edessäni
3. Kuolleena syntynyt
4. Kaste mustassa tulessa
5. Kun elämän on loputtava
6. Kaiken elämän raunioilla
7. Kunnes kaikki kuolee
8. Yön hiljaisuuteen…
9. Vain varjoja hämärässä
10. Portit sulkien elämältä
11. Tästä päivästä ikuisuuteen
12. Kun pimeys laskeutuu
13. Näkijä

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