Veineliis / Kältetod – Split | 2006 | Ashen Prod. / Blitzkrieg Prod. / Raging Bloodlust | Vinyl | Black Metal

Mit dem 20 Minuten langen Lied „Son of Angurboda / Without mortal agony“ zeigt sich die Einmann-Gruppe VEINELIIS differenzierter und insgesamt auch schwermütiger als zuletzt beim Demo „In this forest shall be my gallows“. „Son of Angurboda“ besitzt zwar auch eingängige schnelle Passagen, doch sind diese der melancholischen Melodieführung klar untergeordnet und nicht mehr so eindringlich und hart wie beim Demo. Neben den düsteren, rauen metallischen Strecken kommen auch zwei sehr ruhige und klare Passagen vor, bestehend aus Akustikgitarre und einer art verzerrter Flüsterstimme. VEINELIIS macht mit dem Beitrag einen guten Eindruck, vor allem die gemächlicheren, beklemmend-melancholischen Abschnitte mitsamt der Melodien sind gut gelungen und besitzen viel Atmosphäre.

„Aus Trümmern“ von KÄLTETOD ist ebenfalls ca. 20 Minuten lang und in fünf Teile untergliedert. Angefangen wird mit dem Teil „Erwachen“, einer ruhigen, mehrere Minuten andauernden instrumentalen Einleitung bevor der zweite Teil „Wahrnehmung“ von einem eingängigen schnellen Rhythmus angetrieben wird. Zu dieser rhythmischen Eingängigkeit gesellt sich ein entsprechend schnelles abwechslungsarmes Riffing. Der dunkle verzerrte Gesang KÄLTETODs ist zwar unverständlich aber sehr bedrückend und gequält. Hiernach folgen die Teile „Reflexion“, „Erinnerung“ und „Erkenntnis“ deren Grenzen jedoch nicht klar herauszuhören sind. Diese drei Teile bestehen aus schleppenden, schnellen und stampfenden Inszenierungen mit teilweise sehr einfachen aber eindringlichen Melodien. Zwischendrin gibt es aber auch ruhigere und klarere Abschnitte, diese sind jedoch relativ kurz gehalten. Besonders heftig und düster ist das Ende des Liedes, das ruhig und mit traurigen Melodien begangen wird, doch Dank des extremen, gepeinigt anmutenden Gesangs, sehr eindringlich und bedrückend wirkt.

Diese Split LP ist eine gelungene Veröffentlichung auf der beide Akteure überzeugen können. Atmosphärisch sind sich VEINELIIS und KÄLTETOD recht ähnlich auch wenn die beiden langen Titel natürlich sehr unterschiedlich strukturiert und beschaffen sind. Vor allem an VEINELIIS kann ich mich erfreuen, da die Entwicklung seit dem Demo sehr lobenswert ist. Die LP kommt in einem ansprechend gestalteten Klappcover inklusive Text.

VEINELIIS
01. Son of Angurboda / Without mortal agony

KÄLTETOD
02. Aus Trümmern… (Teil 1-5)

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