Ævangelist – Omen Ex Simulacra | 2013 | Debemur Morti | CD/Vinyl | Death Metal

Einfach nur wunderbar! Das amerikanische Zweiergespann ÆVANGELIST knüpft mit dem neuen Album Omen Ex Simulacra nahtlos dort an, wo sie gerade mal vor einem Jahr mit ihrem Debütalbum De Masticatione Mortuorum In Tumulis aufhörten. Es gibt also wieder völlig abgefahrenen, kranken und verstörenden Death Metal von besonders düsterer Güte.

Omen Ex Simulacra ist ein abwechslungsreiches Werk, das komplex, verschachtelt, lärmend und überraschend ist. Dissonanzen und morbide Atmosphären sind omnipräsent und prägen somit das gesamte Album, wobei überaus kranke Gesänge, welche sich aus einem breitem Spektrum von blankem Gekeife bis hin zum tiefen Gurgeln speisen, eine nicht unwesentliche Rolle spielen. Nicht weniger wichtig sind die vielen Rhythmusveränderungen und alptraumhaften Ambientklänge. Das Tempo kann sehr schleppend sein um dann im nächsten Moment schlagartig zu explodieren und in pure Raserei auszuufern.

Ohne Zweifel, ÆVANGELIST klingen zu jedem Zeitpunkt absolut finster, bieten dabei aber eine enorme Fülle an Details und Arrangements. Eingängigkeit und Monotonie sind hier zwei Attribute, die vernachlässigt wurden. Stattdessen ist eigentlich immer etwas in Bewegung, das Spiel an den Gitarren ist überaus lebendig. Neben den klassischen walzenden Death Metal Riffs gibt es auch eine Vielzahl an komplexen und technischen Riffs und Melodien. Dies steigert sich oftmals ins Unermessliche, so dass es ÆVANGELIST immer wieder gelingt, sehr anstrengend zu klingen. Ständig schwebt eine latente Bedrohung im Raume, während ÆVANGELIST hochgradige Aggression mit perverser Schwärze abwechseln. Omen Ex Simulacra ist alles andere als ein einfaches Album und gegenüber dem Debütalbum wurde die komplizierte und sperrige Beschaffenheit ordentlich aufgebohrt.

Omen Ex Simulacra ist böse, dunkel, verstörend, absurd und bizarr zugleich, und somit die ideale Musik für die ewigen Verdammten in der Hölle. ÆVANGELIST schaffen es, so übel und bösartig zu klingen, dass dieser perversen Morbidität schon eine gewisse Eleganz und Ästhetik beiwohnt. Für Liebhaber sperriger und böser Musik also ein gefundenes Fressen.

01. Veils
02. Mirror of Eden
03. Hell synthesis
04. The devoured aeons of stygian eternity
05. Prayer for ascetic misery
06. Relinquished destiny
07. Seclusion
08. Abysscape

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