Valdur – Pathetic Scum

Valdur - Pathetic Scum

Valdur – Pathetic Scum
2015 | Black Death Metal
CD | Bloody Mountain Records

Rund zwei Jahre liegt der überaus gelungene Vorgänger „At War With“ inzwischen zurück und seit einer Woche gibt es nun mit „Pathetic Scum“ das bereits vierte Album der amerikanischen Klangextremisten. VALDUR gründeten sich 1999 doch richtig aktiv wurden sie erst mit der Veröffentlichung des 2007er Debütalbums.

Wie schon „At War With“ ist auch der vierte Streich ein kompromissloses Black-Death-Metal-Manifest. VALDUR spielen eine brutale und unmenschliche Mischung aus Black und Death Metal. Es gibt viele Parts die überaus primitiv, brutal und direkt sind. Dann hämmert das rasende Schlagzeug seinen monotonen Rhythmus erbarmungslos. Die Becken peitschen und klirren aggressiv, die Bassdrum wird bestialisch malträtiert. Während solcher Tempoeinlagen sind VALDUR vergleichbar mit Gruppen wie KOMMANDANT oder NUCLEARHAMMER. „Pathetic Scum“ besteht jedoch aus vielmehr als nur statische und nihilistische Raserei.

Kompromisslose Geradlinigkeit und treibende Tempi sind zwar ein Eckpfeiler, doch VALDUR versteifen sich nicht darauf als einziges Element. Neben den ryhtmischen, gut gemachten, Variationen gibt es Passagen in denen der Death Metal überwiegt, wo der Gesang tief, beinahe schon guttural ist. Ebenso gibt es aber auch Parts, wo dann reinrassiger Black Metal mit harschem Kreischgesang federführend wird und nicht zu vergessen sind die vielen Arrangements, die eine Vermischung von beidem darstellen. Darüber hinaus gibt es auch sehr düstere und dunkelatmosphärische Parts und Lieder, wie etwa das Instrumentalstück „Incantre Pt. 2“ oder der kurzweilige, oftmals morbide wirkende Einsatz von Keyboards. Andernorts ergehen sich VALDUR in düstersten Riffs und gepeinigt wirkenden Melodien, die mich an den rohen Black Metal von ODZ MANOUK erinnern.

„Pathetic Scum“ ist ein verdammt heißes Eisen. Einerseits spielen VALDUR kompromisslosen, brutalen und schnellen Black / Death Metal, wie ich ihn schon oft gehört und lieben gelernt habe. Das können sie gut, doch darüber hinaus ist es VALDUR gelungen, ihrer Musik das gewisse Etwas, einen Faktor Eigenständigkeit hinzuzufügen, der das Album sehr unterscheidbar macht. Wer es schnell und kompromisslos, düster und unmenschlich mag und etwas mit den oben genannten Bands anfangen kann, der sollte sich in jedem Fall näher mit VALDUR und „Pathetic Scum“ beschäftigen. Verdient haben es die Amerikaner allemal!

1. Tank Torture
2. Impending Doom
3. Blessings Of The Goat
4. Pathetic Scum
5. Incantre Pt. 2
6. Morbid Emanations

https://www.facebook.com/pages/valdur/54163319709
http://www.bloodymountainrecords.com/
https://bloodymountainrecords.bandcamp.com/

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