Vae Tertium – Zweitausendzehn | 2011 | Eigenproduktion | CDR | Black Metal

Vae Tertium wurde 2006 als Soloprojekt von Gitarrist Praetor gegründet, im selben Jahr kam es zu einer Demo, ehe man zur aktuellen Besetzung fand und die EP Zweitausendzehn einspielte. Die EP umfasst drei Lieder mit melodisch kaltem Black Metal.

Auf die recht kurze Keyboardeinleitung beginnt Aion schnell und geradlinig. Sofort fällt der grimmig knarzige und schemenhaft wirkende Gesang auf, der mich ein wenig, aber wirklich nur ein wenig, an das Debütalbum von Funeral Procession erinnert. Nach dem schnellen Einstieg entwickelt sich Aion zu einem abwechslungsreichen Stück mit Tempowechseln und netten melodischen Riffs. Weiter geht es mit In den Wäldern, in dem am Anfang, aber auch später, eine düstere Gitarrenmelodie zu hören ist, die klanglich als auch harmonisch an Dissection zu Zeiten von The Somberlain und Storm Of The Lightbane erinnert. In den Wäldern ist ein riffreiches Lied, wodurch es in den langsameren Passagen eher düster und bedrohlich wirkt, um während der schnellen Parts dann eisig und grimmig rüberzukommen. Das abschließende Sturm und Drang wird seinem Namen gerecht, denn es ist wieder geradliniger mit viel Tempo und Grimmigkeit womit Zweitausendzehn dann auch nach etwas mehr als 14 Minuten würdig endet.

Für Vae Tertium ist Zweitausendzehn in dieser Zusammensetzung das erste Lebenszeichen und dafür ein anständiges und beachtliches Werk. Zweitausendzehn ist sowohl melodisch, ohne jedoch zu dick aufzutragen, als auch grimmig. Spielerisch gibt sich das Quartett souverän und klanglich gibt es an der EP im Grunde auch nichts wirklich zu bemängeln. Zwar ist der Klang etwas drucklos, es fehlen tiefe Töne, doch schmälert dies nicht die gute Leistung der Band. Allerdings hat dieser Klang auch seinen Reiz, denn dadurch wirkt die Musik kalt und grimmig, mir gefällt in der Hinsicht der Gesang sehr gut, der zwar unverständlich ist, dadurch aber böse und unheilvoll wird.

7/10
Aceust

01. Aion
02. In den Wäldern
03. Sturm und Drang

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